DAS FESTIVAL 18. JULI 2026 FAHRRADMESSE RADSALON RADCHECK LIVEMUSIK BMX SHOW FAHRRADSTRAßENKUNST IM SPINELLI PARK GESCHICHTEN AUS DEM DELTA MAGAZIN Für Heidelberg, Ludwigshafen & Mannheim DiQ 95 JULI/AUGUST 2026 Www.deltaimquadrat.de
WEIL PFITZENMEIER IMMER SAISON HAT. bei Sommer JETZT BUCHEN! OHNE VERTRAGSBINDUNG 4 WOCHEN 79€ * * Das Angebot umfasst eine 4-wöchige Trainingsberechtigung zum Pauschalpreis von 79 €. Es handelt sich um ein befristetes Angebot ohne automatische Verlän- gerung im Aktionszeitraum 01.07.2026 bis 13.09.2026. Es bedarf keiner Kündigung. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre. Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen.
3 Liebe Delta-Leserinnen & Leser, Der Sommer hat in diesem Jahr offenbar beschlossen, einen beeindruckenden Auftritt hinzulegen. Mit fast mediterranem Selbstbewusstsein erwärmt er Plätze und Promenaden, Altstädte, Parks und Landschaften. Gut, dass Kultur auch in klimatisierten Räumen zu finden ist! So manches angenehm temperierte Museum kann dann zum Fluchtpunkt vor der Hitze werden – oder natürlich, auch wenn das während der Wetterlage Ende Juni kaum vorstellbar ist, als prima Alternative für eventuelle Regentage herhalten. Ein stabiles Hoch ist auf jeden Fall ideal fürs Open-Air-Theater, für Festivals zwischen relaxt und ekstatisch, für Begegnungen auf dem Stadtfest der Wahl und überhaupt für all die vielen Facetten der Sommerkultur im Delta. Und um die heißen Monate ganz auszukosten, geben wir in unserer GastroRubrik auch Anregungen für schmackhafte Drinks. Prost! #frieden, #peace, #мир, سالم # und ָׁשׁלֹום # wünscht das Team von „Delta im Quadrat“! EDITORIAL // 3 IM QUADRAT DE L TA 04 leben im Delta 16 Sommerkultur 26 Hören & Sehen 30 SommerDrinks & Leichte Küche 36 Kinder, Kinder 40 Gesundes Wissen 44 club- und popkultur 48 Deltadates 60 bühne/theater/klassik 68 Ausstellung/Kunst 74 IMPRESSUM
MONNEM BIKE – Wo alles ins Rollen kommt Das Fahrrad gehört zu Mannheim wie die Quadrate und der Wasserturm. 1817 erfand Karl Drais hier den hölzernen Vorläufer des heutigen Fahrrads. Aus dieser Geschichte ist längst mehr geworden als ein schöner historischer Verweis: Bei MONNEM BIKE wird sie jedes Jahr neu auf die Straße geholt. Das Festival feiert das Rad als Mannheimer Erfindung und als Verkehrsmittel, das heute wieder erstaunlich aktuell wirkt. Die achte Auflage stellt deshalb nicht nur historische Kuriositäten aus, sondern macht nachhaltige Mobilität praktisch erfahrbar. Denn wer über Mobilität spricht, spricht automatisch auch über Klimaschutz, Stadtentwicklung, kurze Wege, Bewegung und die Frage, wie viel Raum eine Stadt ihren Menschen gibt. Auf Spinelli passt diese Geschichte besonders gut. Die U-Halle wird zum zweiten Mal zum Treffpunkt für alle, die Räder nicht nur anschauen, sondern ausprobieren, reparieren, codieren, testen, bestaunen oder einfach zum Anlass für einen Sommertag draußen nehmen wollen. Durch die direkte Anbindung an den Radschnellweg liegt der Veranstaltungsort genau dort, wo die Idee des Festivals sichtbar wird: Mobilität endet nicht am Bühnenrand, sondern beginnt schon bei der Anreise, am besten mit dem eigenen Rad oder einem VRNnextbike. Das Programm bleibt bewusst breit. Auf der Radio-Regenbogen-Bühne gibt es Livemusik, daneben Chillout-Area, Gastronomie und viel Platz zum Ankommen. Wer lieber staunt als sitzt, findet Shows mit Fahrradkunst, Straßenkunst und BMX. Einige der besten BMX-Talente Deutschlands zeigen Tricks auf einer Luftkissenlandung. Danach können Interessierte in Workshops selbst erste Versuche wagen. Leihräder und Rampen stehen bereit. Dazu kommt ein Klassiker mit nostalgischem Charme: Beim Hochradführerschein lässt sich ausprobieren, wie viel Mut und Balance die frühen Kapitel der Fahrradgeschichte verlangt haben. Für Kinder bis fünf Jahre gibt es einen Nostalgiespielplatz mit Fahrzeugen aus verschiedenen Epochen. 4 LEBEN IM DELTA
5 Auch sonst ist MONNEM BIKE ein Familienfest mit vielen kleinen Zugängen. Beim Kunstrad entstehen Bilder nicht mit Pinsel oder Stift, sondern durch Pedalkraft. Kreativstationen laden die jüngsten Fahrradfans zum Gestalten ein, ein Fahrrad-Theater erzählt Geschichten auf eigene Weise, und das Bibliotheks-Lastenrad der Stadtbibliothek zeigt, dass ein Lastenrad auch ein rollender Wissensspeicher sein kann. Technik, Spiel und Bewegung tragen somit zu einem Nachmittag bei, der durch und durch neugierig macht. Wer mit der Anschaffung eines neuen Rads liebäugelt, der findet beim Radsalon Anbieter aus der Region, neue Modelle und Trends der Saison. Auf dem Gebrauchtradmarkt können Liebhaberstücke und alltagstaugliche Räder ihren nächsten Einsatz finden. Der ADFC ist mit Beratung und Fahrradcodierung vor Ort, der kostenlose RadCheck prüft die Verkehrstauglichkeit und hilft bei platten Reifen oder kleineren Reparaturen. Dazu kommen Vereine, Initiativen und Institutionen aus den Bereichen Radverkehr, Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz. Auch die Tourist Information bringt am Lastenrad Ideen für Mannheim mit, während ein regionales Reisebüro Inspirationen für Radreisen liefert. Ein wichtiger Moment gehört außerdem dem STADTRADELN: Die Aktion läuft noch bis zum 28. Juni und wird bei MONNEM BIKE mit der Preisverleihung feierlich abgeschlossen. Damit zeigt das Festival, dass Radfahren in Mannheim längst fest im Alltag vieler Menschen angekommen ist. Zwischen Show, Service, Beratung und Stadtgeschichte geht es um eine einfache, aber starke Idee: Das Fahrrad kann Freizeitgerät, Verkehrsmittel, Kulturobjekt und Zukunftsversprechen zugleich sein. Dabei entsteht kein Spezialtermin nur für Radszene und Technikfans, sondern ein offenes Kulturfest, das vom Laufrad bis zur Radreise viele Perspektiven auf zwei Räder zusammenbringt. „Delta im Quadrat“ ist in diesem Jahr ebenfalls mit einem Stand vertreten. Wer also durch die U-Halle rollt, schlendert oder schiebt, kann nicht nur neue Räder, alte Geschichten und frische Mobilitätsideen entdecken, sondern auch direkt bei uns vorbeischauen. MONNEM BIKE bleibt damit genau das, was ein gutes Stadtfestival ausmacht: nahbar, beweglich, lokal verwurzelt und offen für alle, die Mannheim gerne aus einer anderen Perspektive erleben möchten. (Foto © Michael Brand/VTM Mannheim GmbH) Sa, 18.07., 11-20 Uhr, U-Halle im Spinelli-Park, Mannheim, www.monnem-bike.de
6 100 Jahre GBG in Mannheim Seit 100 Jahren gehört die GBG zu Mannheim. Gegründet wurde sie am 02. Juni 1926 von der Stadt, um dem damaligen Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu begegnen. Das erste Bauprojekt war der Erlenhof in der Neckarstadt-West, ein Wohnquartier beiderseits der Waldhofstraße, das bis heute zum Bestand des Unternehmens zählt. Seitdem hat Mannheim viele Brüche, Neuanfänge und Veränderungen erlebt: Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Krieg, Wiederaufbau, gesellschaftlichen Wandel, neue Stadtquartiere und eine immer wieder neu geführte Debatte darüber, wie gutes Wohnen aussehen kann. Die Aufgabe der GBG ist dabei im Kern erstaunlich konstant geblieben. Noch immer geht es um bezahlbaren Wohnraum und lebenswerte Nachbarschaften, nur ist aus der früheren Wohnungsbaugesellschaft inzwischen eine kommunale Unternehmensgruppe geworden, die an vielen Stellen das Leben in Mannheim mitgestaltet. Heute gehören rund 20.000 Mietwohnungen zum Bestand. Zugleich baut und unterhält die Gruppe Schulen und Kindergärten, entwickelt Quartiere, bietet Wohn- und Betreuungsangebote für pflegebedürftige Menschen, kümmert sich um Speiseversorgung, Reinigung und quartiersbezogene Dienstleistungen. Mehr als 1.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in zwölf Unternehmen der Gruppe, die vollständig der Stadt Mannheim gehört. Zum Jubiläum LEBEN IM DELTA blickt die GBG aber nicht nur zurück. Unter dem Motto „100 Jahre in guter Gesellschaft“ zeigt sie, was aus ihrer Arbeit entstanden ist: Orte, an denen Menschen wohnen, lernen, älter werden, Hilfe bekommen und einander begegnen. Dazu passt auch das große Familienfest im Herzogenriedpark. Am 25. Juli feiert die GBG dort bei freiem Eintritt mit Mitmachangeboten für Kinder und Jugendliche, Essen, Trinken und Bühnenprogramm. Zu erleben sind unter anderem Sukini und Soffie. Den musikalischen Abschluss übernimmt Gringo Mayer. Veranstaltet wird das Fest in Kooperation mit der Alten Feuerwache Mannheim. Wer tiefer in die Geschichte einsteigen möchte, der findet sie außerdem in der neuen Chronik „Die GBG in Mannheim. 100 Jahre in 100 Geschichten“, die gemeinsam mit dem MARCHIVUM entstanden ist. (Foto oben © Johannes Vogt; Foto links © Christina Gotz) Sa, 25.07., 14-22 Uhr, Herzogenriedpark, MA, www.100jahregbg.de
7 Strand oder Großstadt? Ab Mannheim ist beides möglich! Mit Mannheim City Air nach Sylt Mit VINI nach Berlin Eine Woche voller Superkräfte Anfang August werden in Q 6 Q 7 die Sommerferien zur kleinen Heldengeschichte. Eine Woche lang dreht sich das kostenlose Kinderprogramm um Superkräfte, Action und kreative Abenteuer. Von Montag bis Freitag können Kinder jeweils von 11-16 Uhr basteln, malen, sich schminken lassen, Tattoos ausprobieren oder bei der Luftballonmodellage zusehen. Dazu kommen Spiele, bei denen Kraft, Geschick und Fantasie gefragt sind. Das Angebot ist betreut, die Aufsichtspflicht bleibt jedoch bei den Erziehungsberechtigten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Am Samstag bildet ein großer Familiennachmittag den Höhepunkt der Aktionswoche. Neben dem bewährten Kinderprogramm wird das Angebot von 13 bis 18 Uhr durch Musik, Drinks und Walking Acts ergänzt. Ein besonderes Highlight ist die Center-Rallye mit Gewinnspiel, die kleine und große Besucher auf eine spannende Mission durch Q 6 Q 7 schickt. So entsteht mitten in Mannheim ein abwechslungsreicher Ferientag für alle, die in die Welt der Superhelden eintauchen möchten. Mo, 03.08. bis Sa, 08.08., Q 6 Q 7, Münzplatz, Mannheim, www.q6q7.de Das schnellste Wochenende Europas Die NitrOlympX bringen im August wieder Drag Racing nach Hockenheim. Vom 21. bis 23. August wird der Hockenheimring zum Treffpunkt für Teams, Technikfreunde und Beschleunigungsfans. Nach dem Rekordjahr 2025 mit mehr als 47.000 Besucherinnen und Besuchern geht Europas größtes Drag-RacingEvent erneut als offizieller Lauf zur FIA- und FIM-Drag-Racing-Europameisterschaft an den Start. Mehr als 250 Teams treten in über 20 Klassen an, von Top-Fuel-Dragstern bis zu extrem schnellen Bike-Kategorien. Auf der Rico Anthes Quartermile beschleunigen die stärksten Fahrzeuge mit mehr als 10.000 PS in weniger als vier Sekunden auf über 500 km/h. Das offene Fahrerlager gibt Einblicke in die Arbeit der Teams, während Hot Seats das Geschehen besonders nah an die Strecke bringen. Dazu kommen Sonderführungen, eine Händlermeile, Streetfood und am Samstagabend die Nightshow mit Jet-Dragstern, Raketen-Bikes, Pyrotechnik, Lichtshow und LED-Armbändern im Publikum. (Foto © Hockenheim-Ring GmbH) Fr, 21.08., bis So, 23.08., Hockenheimring, www.nitrolympx.de Strand oder Großstadt? Ab Mannheim ist beides möglich! Mit Mannheim City Air nach Sylt Mit VINI nach Berlin
Kurse von KI bis Ikebana Die Volkshochschule Ludwigshafen startet am 24. August in ihr zweites Programm im 125. Jubiläumsjahr und blickt dabei bewusst nach vorn. Unter dem Motto „Gemeinsam die Bildung von morgen gestalten!“ rückt die vhs Zukunftsthemen ebenso in den Mittelpunkt wie praktisches Lernen und direkte Begegnung. Besonders sichtbar wird das bei den neuen Angeboten zu Digitalisierung und künstlicher Intelligenz: Kurse für Einsteigerinnen, Einsteiger und Fortgeschrittene zeigen, wie Chatbots, kreative KI-Werkzeuge oder digitale Anwendungen im Alltag, in Schule und Beruf sinnvoll genutzt werden können. Kostenlose Einzelsprechstunden helfen zusätzlich bei Fragen rund um Geräte und Anwendungen. Gleichzeitig wächst das analoge Programm weiter: Sauerteigbrot, T-Shirts mit professionellem Saum, zweisprachige Nähkurse, Handlettering, Goldschmieden, Keramik, Manga und Ikebana stehen für Lernen mit Kopf und Händen. Dazu kommen neue Sprachkurse, Gesundheitsangebote, ein Liederabend rund um den Rhein, eine virtuelle Ausstellung zur Hafengeschichte und im September die Lange Nacht der Demokratie. vhs Ludwigshafen, neues Semester ab Mo, 24.08., www.vhs-lu.de 750 Jahre Germersheim Germersheim feiert im August ein Stadtjubiläum mit langer Vorgeschichte. Im Jahr 1276 erhielt die Stadt von Rudolf von Habsburg die Stadtrechte, 750 Jahre später wird daraus ein großes Festwochenende in der Innenstadt. Unter dem Motto „Germersheim feiert! – 750 Jahre Stadtrechte“ entsteht vom 28. bis 30. August eine festlich dekorierte Erlebnismeile mit Livemusik, DJs, kulturellen Beiträgen, Gastronomie und Angeboten für alle Generationen. Mehr als 50 Einzelveranstaltungen und Auftritte sind geplant, die sich auf fünf Bühnenstandorte verteilen. Vereine, Institutionen, Gastronomie und Ausstellende gestalten das Programm mit. Für Familien gibt es Kinderaktionen, Animationen, Walking Acts und Maskottchen. Einer der Höhepunkte ist der große Jubiläumsfestumzug am Samstagnachmittag, der historische und moderne Bilder der Stadtgeschichte verbindet. Am Abend folgt der Große Zapfenstreich im Stadtpark Fronte Lamotte. Dazu kommt das US-Car- und Oldtimer-Treffen „The Cars are the Stars – Special Edition“. Den Abschluss bildet am Sonntagabend ein großes Musik-Feuerwerk. Fr, 28.08. bis So, 30.08., Germersheim Innenstadt, www.germersheim.eu Kuckucksmarkt am Neckar Ein Volksfest mit Fähre, Feuerwerk und mehr als 100 Ständen: Der Eberbacher Kuckucksmarkt bringt Ende August wieder fünf Tage Leben auf das Festgelände in der Au. Bereits zum 89. Mal treffen dort Fahrgeschäfte, Marktstände, Gastronomie und ein dichtes Unterhaltungsprogramm aufeinander. Im Bier- und Weindorf, im Mostzelt und im Cha-Cha-Zelt stehen Live-Musik, Partys, Karaoke und weitere Programmpunkte auf dem Plan. Der Auftakt am Freitag gehört dem Familiennachmittag mit vergünstigten Angeboten und dem traditionellen Fassbieranstich durch Bürgermeister Peter Reichert. Danach folgen unter anderem der Tag der Betriebe, das Kinderfest, die Fleckviehrinderschau und der Seniorennachmittag. Zum Abschluss am Dienstagabend leuchtet das große Brillant-Höhenfeuerwerk über dem Festgelände. Wer entspannt anreisen möchte, der kann S-Bahn Rhein-Neckar, Odenwaldbahn oder Sonderbuslinien nutzen. Zwischen Innenstadt und Au pendelt außerdem die Fähre „Frischling“ und verbindet während des Kuckucksmarkts beide Neckarseiten miteinander. Fr, 28.08. bis Di, 01.09., Festgelände in der Au, Eberbach, www.eberbacher-kuckucksmarkt.de 8 LEBEN IM DELTA
Forschung mit Standortbezug AbbVie zählt zu den großen Biopharma-Unternehmen mit starker Präsenz in Deutschland. Im Mittelpunkt steht die Erforschung und Bereitstellung innovativer Therapien, die bei medizinischen Herausforderungen von heute und morgen ansetzen sollen. Das Unternehmen arbeitet in verschiedenen Therapiegebieten, darunter Immunologie, Onkologie, Neurologie und Augenheilkunde. Hinzu kommt mit Allergan Aesthetics ein Portfolio im Bereich der medizinischen Ästhetik. Für die Rhein-Neckar-Region ist AbbVie vor allem durch den Standort Ludwigshafen relevant. Neben dem deutschen Hauptsitz in Wiesbaden betreibt das Unternehmen hier einen Forschungs- und Produktionsstandort, an dem rund 2.400 Menschen beschäftigt sind. Deutschlandweit arbeiten etwa 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für AbbVie, weltweit rund 57.000. Damit verbindet das Unternehmen internationale Forschung mit einem wichtigen regionalen Standort. Wer nach Karrieremöglichkeiten sucht, findet online Einblicke in offene Stellen, Arbeitsbereiche und entsprechende Einstiegsmöglichkeiten. AbbVie Deutschland, www.abbvie.de Als standortverbundenes Unternehmen zeichnen wir seit dem Jahr 2000 soziale Projekte in Mannheim mit unserem FUCHS-Förderpreis aus. Gefördert werden Projekte in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Bildung & Starkes Miteinander. Bewerben Sie sich unter: www.fuchs.com/foerderpreis by moving forward.
10 Mehr als Start und Landung Der City Airport Mannheim wird 100 Jahre alt und nutzt das Jubiläum nicht nur für einen Blick zurück, sondern auch für einen Ausblick. Während große Flughäfen oft im Fokus stehen, zeigt sich hier, wie vielseitig ein regionaler Standort heute aufgestellt ist. Geschäftsführer Dirk Eggert spricht über Besonderheiten, Entwicklungen und das Jubiläumsjahr. Delta im Quadrat, Tim Fischer: Der City Airport Mannheim hat eine lange Geschichte und gleichzeitig eine moderne Ausrichtung. Was macht den Flughafen heute besonders? Dirk Eggert: Zum einen natürlich die zentrale Lage. Als City Airport sind wir mitten in der Metropolregion gut angebunden – über Autobahn und öffentlichen Nahverkehr. Für Unternehmen und Reisende ist das ein großer Vorteil. Gleichzeitig haben wir immer versucht, uns mit innovativen Ideen von größeren Flughäfen abzuheben. Durch unsere Größe können wir vieles pragmatischer umsetzen. Ein Beispiel ist unsere Flugsicherung: Wir haben uns von der europäischen Agentur zertifizieren lassen, diese Leistungen selbst zu erbringen. Das setzt ein sehr hohes fachliches Niveau voraus. Auch die Nutzung zeigt, wie wichtig der Standort ist. Rund 150 Flugzeuge sind hier stationiert, darunter viele Geschäftsreisejets. Große Verkehrsflugzeuge können hier zwar nicht operieren, aber genau in unserem Segment ist die Nachfrage hoch. DiQ: Was planen Sie zum 100-jährigen Jubiläum? DE: Uns ist wichtig, nicht nur zurückzublicken, sondern auch zu zeigen, wie sich die Luftfahrt verändert. Themen wie Elektroflug oder nachhaltige Kraftstoffe gehören dazu. Der zentrale Programmpunkt ist der Tag der offenen Tür am 12. September 2026. Von 10-18 Uhr gibt es ein Programm mit Einblicken LEBEN IM DELTA in Bereiche, die sonst nicht zugänglich sind. Ergänzt wird das durch eine Ausstellung zur Geschichte sowie Angebote für Familien. Abends gibt es kostenlose Live-Musik mit der T-Band. Auch die Unternehmen am Standort präsentieren sich – vom Rettungshubschrauber über Flugschulen bis zu Vereinen. So entsteht ein Bogen von der Geschichte bis in die Zukunft. DiQ: Was passiert am Flughafen im Hintergrund, das viele gar nicht mitbekommen? DE: Die Anforderungen sind im Grunde die gleichen wie an großen Flughäfen, vor allem beim Thema Sicherheit. Wir haben eine eigene Flughafenfeuerwehr, die Bodenabfertigung und die Flugsicherung im Tower. Dazu kommen alle organisatorischen und technischen Abläufe, die für sichere Starts und Landungen notwendig sind. Die Prozesse sind bei uns kompakter organisiert, aber nicht weniger komplex. DiQ: Welche Rolle spielt das Wildlife Management im Alltag? DE: Eine sehr große. Wir haben hier viele Vögel, vor allem Krähen. Unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass sie sich bei Starts und Landungen nicht im Bereich der Bahn aufhalten. Ein Vogelschlag kann erhebliche Auswirkungen haben. Deshalb gehört es zum Alltag, die Tiere fernzuhalten – durch Kontrollfahrten, akustische Signale und auch den Einsatz von Greifvögeln. DiQ: Welche Rolle spielen Veranstaltungen am Flughafen? DE: Veranstaltungen sind ein ergänzender Bereich, den wir weiterentwickeln möchten. Die Abflughalle ist dafür eine besondere Location. Gleichzeitig hat der Flugbetrieb immer Priorität. Innerhalb dieser Grenzen sind wir offen für neue Formate. Es gibt regelmäßig Anfragen, auch für private Veranstaltungen. Im Rahmen unserer Möglichkeiten wollen wir den Flughafen dafür zugänglich machen.
Vom Zucker zur Pflanze Manche Unternehmen gehören so selbstverständlich zu einer Region, dass ihre Größe im Alltag fast unsichtbar wird. Südzucker ist für Mannheim so ein Fall. Der Name steht im Supermarktregal, steckt in vielen Alltagsprodukten und gehört zugleich zur Industriegeschichte der Stadt. Gegründet wurde das Unternehmen 1926, heute ist daraus eine international tätige Gruppe geworden, die sich längst nicht mehr nur über klassischen Zucker definiert. Südzucker entwickelt, produziert und liefert pflanzenbasierte Lösungen für Ernährung, Futtermittel und weitere Anwendungen im Food- und Non-Food-Bereich. Dafür verarbeitet die Gruppe jährlich mehr als 30 Millionen Tonnen nachwachsende Agrarrohstoffe und ist an über 90 Produktionsstandorten aktiv. Der Blick auf Pflanzen als Rohstoff passt gut zu einer Stadt, in der Industrie, Forschung und Wandel seit jeher eng miteinander verbunden sind. Zwischen Häfen, Schienen, Verwaltung und Produktion zeigt sich auch bei Südzucker, wie sich ein traditionsreiches Unternehmen weiterentwickelt: vom vertrauten Namen aus der Küche bis hin zu Fragen, wie Ernährung, Rohstoffe und Nachhaltigkeit künftig miteinander in Einklang gebracht werden können. (Foto © Dennis Möbus/Südzucker) Südzucker, www.suedzuckergroup.com AUSBILDUNG MACHT ZUKUNFT. DEINE KARRIERE BEI ABB Mehr Infos und direkt bewerben unter: go.abb/ausbildung Instagram: ausbildung_abb
„Mannheim ist von Anfang an Teil unserer DNA“ Seit 100 Jahren ist die INTER fest in Mannheim verwurzelt. Im Gespräch mit „Delta im Quadrat“ erläutert Vorstandssprecher Roberto Svenda, wie die Stadt die Identität des Unternehmens geprägt hat und welche Werte auch in Zukunft Bestand haben. 12 LEBEN IM DELTA Delta im Quadrat, Tim Fischer: Wie hat die Stadt Mannheim die Identität der INTER über die Jahrzehnte geprägt – und was bedeutet es heute für Sie, hier weiterhin den Hauptsitz zu haben? Roberto Svenda: Mannheim ist von Anfang an Teil unserer DNA. Die Stadt steht für Offenheit, Innovationskraft und wirtschaftliche Dynamik. Das hat auch die INTER geprägt. Dass wir weiterhin hier unseren Hauptsitz haben, ist ein klares Bekenntnis zur Region und zu unseren Wurzeln. DiQ: Die INTER versteht sich bis heute als unabhängiger Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit – also ohne Aktionäre im Hintergrund. Was bedeutet dieses Modell ganz konkret im Alltag eines modernen Versicherungsunternehmens? RS: Wir handeln ausschließlich im Interesse unserer Mitglieder, nicht im Sinne externer Aktionäre. Das ermöglicht langfristiges Denken, nachhaltige Entscheidungen und eine klare Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden. DiQ: Wenn Sie auf 100 Jahre INTER zurückblicken – welche menschlichen oder gesellschaftlichen Veränderungen haben das Unternehmen besonders geprägt? RS: Besonders prägend war die zunehmende Individualisierung der Lebensläufe unserer Versicherten. Dadurch ist Vorsorge komplexer geworden, und die Erwartungen sind gestiegen. Auch wir mussten uns darauf einstellen – so wie sich die Anforderungen unserer wichtigsten Zielgruppen, etwa Ärztinnen und Ärzte, Beamte sowie das Handwerk, verändert haben. DiQ: Wie verändern sich die Zielgruppen aktuell auch in der Rhein-Neckar-Region? RS: Die Menschen informieren sich intensiver, vergleichen stärker und erwarten schnelle, digitale Lösungen. Gleichzeitig bleibt der persönliche Kontakt wichtig. In unserer Region sorgt die wirtschaftliche Dynamik zusätzlich für vielfältige Anforderungen, auf die wir flexibel reagieren müssen. DiQ: Ein 100-jähriges Jubiläum lädt zum Rückblick ein. Gleichzeitig verändert sich die Versicherungswelt durch Digitalisierung, KI und neue Arbeitsmodelle spürbar. Was soll auch künftig typisch „INTER“ bleiben – unabhängig davon, wie sich die Branche entwickelt? RS: Typisch INTER bleiben unsere Werte: menschlich, engagiert, begeisternd. Wir wollen mit Verlässlichkeit, Kundennähe und verantwortungsvollem Handeln im Sinne unserer Mitglieder überzeugen. Unabhängig von Digitalisierung oder KI geht es uns immer um den Menschen.
„Ein Ort, an dem Menschen unkompliziert zusammenkommen“ Mit dem neuen Wirtshaus am Münzplatz bringen Aziz Rahimi und Jasmin Rausch ein Gastronomiekonzept nach Mannheim, das in Heidelberg bereits erfolgreich läuft. Im Interview sprechen sie über Wirtshauskultur, Augustiner, das Soft Opening und den Münzplatz als neuen Treffpunkt. Delta im Quadrat, Tim Fischer: Mit dem neuen Wirtshaus am Münzplatz bringt ihr ein Konzept nach Mannheim, das in Heidelberg bereits sehr erfolgreich läuft. Was hat euch gereizt, gerade mitten in Mannheim ein klassisches Wirtshaus zu eröffnen? Aziz Rahimi: In Heidelberg erleben wir, wie gut ein klassisches Wirtshaus funktioniert. Viele unserer Gäste kommen aus dem gesamten Rhein-NeckarRaum. Deshalb lag der Gedanke nahe, das Konzept weiterzuentwickeln. Q 6 Q 7 ist dafür ein idealer Ort, weil es mitten in der Stadt liegt und viel Potenzial als Treffpunkt hat. Gemeinsam mit meiner Geschäftspartnerin Jasmin Rausch möchte ich einen Ort schaffen, an dem Menschen unkompliziert zusammenkommen: zum Mittagessen, auf ein Feierabendbier oder für einen geselligen Abend. Dazu gehört auch der Stehausschank nach bayerischem Vorbild für alle, die spontan auf ein frisch gezapftes Augustiner vorbeischauen möchten. DiQ: Das Wirtshaus soll Ende Juni zunächst mit einem Soft Opening starten. Wie fühlt sich diese Phase kurz vor der Eröffnung gerade an: eher Vorfreude oder Ausnahmezustand? Jasmin Rausch: Es ist eine Mischung aus beidem. Kurz vor der Eröffnung gibt es immer viele Dinge, die noch abgestimmt werden müssen. Gleichzeitig überwiegt die Vorfreude. Wir haben lange an diesem Projekt gearbeitet und freuen uns jetzt darauf, die ersten Gäste willkommen zu heißen. Das Soft Opening ist für uns eine wertvolle Phase, um Abläufe einzuspielen, unser Team zusammenzuführen und dem Wirtshaus den letzten Feinschliff zu geben. DiQ: Viele Gastronomiekonzepte setzen heute auf schnelle Trends und immer neue Ideen. Ihr setzt bewusst auf Wirtshauskultur, Atmosphäre und Geselligkeit. Was macht für euch persönlich ein richtig gutes Wirtshaus aus? AR: Ein gutes Wirtshaus muss für mich vor allem authentisch sein. Es geht nicht darum, jedem Trend hinterherzulaufen, sondern einen Ort zu schaffen, an dem Gäste sich wohlfühlen: mit guten Gastgebern, ehrlichem Essen, gemütlicher Atmosphäre und frisch gezapftem Bier. Die Partnerschaft mit der Augustiner Brauerei ist für uns etwas Besonderes. Augustiner steht seit Generationen für echte Wirtshauskultur und passt perfekt zu unserem Verständnis von Gastlichkeit. Wenn Gäste gerne wiederkommen und daraus Stammgäste werden, haben wir vieles richtig gemacht. DiQ: In Heidelberg habt ihr euch bereits eine treue Stammkundschaft aufgebaut. Glaubt ihr, dass Mannheim gastronomisch anders tickt? JR: Jede Stadt hat ihren eigenen Charakter, und genau das macht es spannend. Mannheim ist sehr vielfältig und offen für neue gastronomische Konzepte. Gleichzeitig merken wir schon jetzt, dass viele Menschen aus Mannheim unser Wirtshaus in Heidelberg kennen und schätzen. Deshalb glauben wir, dass die Idee eines klassischen Wirtshauses auch hier sehr gut ankommen wird. Ich freue mich darauf, neue Gäste kennenzulernen und zu sehen, wie sich das Wirtshaus Schritt für Schritt zu einem festen Treffpunkt entwickelt. Besonders spannend finde ich die Mischung aus Menschen, die in der Innenstadt arbeiten, hier leben oder zu Besuch sind. DiQ: Der Münzplatz soll mit dem neuen Wirtshaus auch wieder stärker ein Treffpunkt werden. Was wünscht ihr euch langfristig für den Ort und die Stimmung rund um das neue Haus? AR: Unser Wunsch ist, dass das Wirtshaus am Münzplatz zu einem festen Bestandteil des Mannheimer Stadtlebens wird. Dazu gehören nicht nur der klassische Wirtshausbesuch, sondern auch Firmenveranstaltungen, Familienfeiern oder Hochzeiten. Mit unserem separaten Veranstaltungsbereich möchten wir Raum für genau diese Anlässe bieten. Außerdem wollen wir sonntags einen Wirtshaus-Brunch anbieten. Wenn Gäste sagen, dass sie sich bei uns zuhause fühlen, dann haben wir unser Ziel erreicht. Langfristig wünschen wir uns eine offene, herzliche Atmosphäre, die weit über die eigenen vier Wände des Wirtshauses hinausstrahlt. 13
14 ist hier das richtige Stichwort. Ob auf der Tribüne mit Blick auf ein Basketballturnier oder kletternd am naturnahen Hangspielplatz: Die vor Ort gefundenen Materialien werden an vielen Stellen neu interpretiert, zu einem Sitzmöbel oder auch einer 3,5 Meter hohen Trockenmauer eingebaut. Ich kann sie anfassen, anschauen oder nehme sie gar nicht wahr. Sie fügen sich in die Landschaft ein und machen kein Aufhebens um sich – als wären sie schon immer da gewesen. Wenn unsere Besucherinnen und Besucher eine Wertschätzung für recycelte Materialien oder nachwachsende Rohstoffe über Wohlfühlorte auf unserer Gartenschau entwickeln, haben wir viel erreicht. Anhand der beiden einzigen Neubauten auf dem künftigen Gelände zeigen wir Lösungen für klimabewusstes Bauen: Der Sportpavillon ist ein Signature-Holzbau, ergänzt durch eine Wärmepumpe und ein PV-Dach. Die Panoramabar ist aus besonders nachhaltigem, CO2-reduziertem Beton gebaut. DiQ: Was unterscheidet Neustadt aus Ihrer Sicht von bisherigen Landesgartenschauen, wo setzen Sie bewusst neue Akzente? AP: 2028 werden wir die sechste Landesgartenschau in Rheinland-Pfalz feiern, 28 Jahre nach der ersten Gartenschau im Land. Das ist eine vergleichsweise junge Tradition im Gegensatz zu den umliegenden Bundesländern. Dafür hat man sie in Rheinland-Pfalz immer schon als Stadt- und Strukturförderungsinstrument angelegt und nachhaltige Stadtentwicklungsimpulse gesetzt. Wir verstehen die Landesgartenschau nicht nur als Leistungsschau der Gartenbaubetriebe, sondern als Leistungsschau der Pfalz, der Region. Sie ist Plattform für das Bauen von morgen, Innovationen im Land, für gelebte Demokratie und natürlich ein Schaufenster für die Weinwirtschaft. Hier finden Weinbau, Architektur, Kultur und Tradition zusammen, eingebettet in ein blühendes Sommerfest. DiQ: Wenn Sie heute schon einen kleinen Ausblick geben müssten: Welche Momente oder Bereiche werden Besucherinnen und Besucher Ihrer Meinung nach besonders überraschen oder begeistern? AP: Der Ausblick vom Panoramaberg auf den Pfälzerwald bei Sonnenuntergang wird ein einzigartiges Schauspiel, aber auch unsere Orte am Wasser, teils ruhig mit großen Kiesinseln oder lebendig mit Naturspielangeboten, werden für Abkühlung und Action sorgen. Erste Veranstaltungshighlights geben wir am 04. Oktober zum Ticketvorverkaufsstart auf dem Marktplatz in Neustadt bekannt! DiQ: Der Vorverkauf startet bald. Was würden Sie jemandem sagen, der noch überlegt, sich jetzt schon eine Dauerkarte zu sichern? AP: Auf Sie wartet das längste Sommerfest der Pfalz voller Inspiration, Events, bestem Wein, Gastlichkeit und wunderbarer Gesellschaft in traumhafter Atmosphäre. Bei uns sind alle Veranstaltungen vom Yogakurs mit Blick auf die Stadt bis zum Highlight-Konzert im Preis der Dauerkarte enthalten. Und wer sich am 04. Oktober 2026 schon für eine Dauerkarte für die Gartenschau 2028 entscheidet, hat das Vorblühen 2027 mit ca. 800 Veranstaltungen auf der Dr.-Welsch-Terrasse inkludiert. „Mit der Deponiekonversion schreiben wir Geschichte“ Aus einer ehemaligen Hausmülldeponie wird bis 2028 ein neuer Landschafts- und Erlebnisraum: Die Landesgartenschau in Neustadt an der Weinstraße setzt auf Nachhaltigkeit, Kreislaufdenken und neue Perspektiven für die Region. Im Interview spricht Anne Pieper aus der Geschäftsführung über die Transformation des Geländes, klimabewusstes Bauen und die Frage, was diese Gartenschau anders machen soll. Delta im Quadrat, Natascha Zahn: Die Landesgartenschau in Neustadt entsteht auf einem Gelände mit besonderer Vergangenheit. Was bedeutet diese Transformation persönlich für Sie? Anne Pieper: Nichts fasziniert mich mehr, als brachliegende Flächen in lebendige Orte mit neuer Perspektive zu verwandeln. Dafür stehe ich morgens auf. In den letzten 15 Jahren durfte ich die Entwicklung französischer Kasernen in Trier und amerikanischer Militärflächen in Mannheim mitgestalten, in Neustadt ist es eine ehemalige Hausmülldeponie, die als Panoramapark zum Highlight des Landschaftsparks wird. Militär- und Industriekonversion ist gelebte Praxis; mit der Deponiekonversion schreiben wir Geschichte. DiQ: Das Thema Kreislauf und Nachhaltigkeit zieht sich durch das gesamte Konzept. Wie wird das für Besucherinnen und Besucher konkret erlebbar und nicht nur sichtbar? AP: Wir lassen aktuell die erste Cradle-to-Cradle-inspirierte Landesgartenschau bundesweit entstehen. Nur mit Worten und Beschilderung im Gelände wird das für die Besucherinnen und Besucher nicht greifbar werden. Erleben LEBEN IM DELTA
15 Dein nächster Trip ein Abenteuer? Einfach genießen. Du denkst an Ziele, Erlebnisse und neue Erfahrungen. Doch was, wenn unterwegs etwas dazwischenkommt? Die INTER Auslandsreisekrankenversicherung schützt dich weltweit bei Krankheit oder Unfall, inklusive Rücktransport falls nötig. Bleib sorglos und konzentrier dich voll auf das, was wirklich zählt: dein Abenteuer.
Wenn Kultur am Neckar anlegt Der sogenannte Frischling hat schon einiges erlebt. Seit 1990 pendelte die Fähre von Eberbach aus über den Neckar, später auch zeitweise auf dem Rhein zwischen Worms und Lampertheim. Als das alte Fährschiff stillstand und verkauft werden sollte, übernahm 2023 die gemeinnützige Agentur eventiversum. Möglich wurde der Kauf durch ein großes Crowdfunding, getragen von vielen Unterstützerinnen und Unterstützern aus Eberbach, der Musikszene, der Schifffahrt und dem Konzertpublikum. Seither wird der Frischling mit viel ehrenamtlicher Arbeit, Zeit und Herzblut zur Kulturfähre weiterentwickelt. Als zugelassene Fähre darf er mit Passagieren nur an genehmigten Fährstellen den Neckar queren. Längsfahrten sind nicht möglich. Zum Eberbacher Kuckucksmarkt übernimmt die Crew mit acht Schiffsführern und zehn Decksleuten traditionell den Fährbetrieb zwischen Innenstadt und Festgelände in der Au. In der Saison von April bis Oktober legt der Frischling außerdem an Orten entlang des Neckars an und bringt Live-Musik, Artistik, Feuerperformances, Kunst, Kulinarik und Kinderprogramm mit. Kulturfähre Frischling, Saison April bis Oktober, www.kulturfaehre-frischling.de Literatur für unruhige Zeiten Die feeLit geht 2026 konzentrierter, aber nicht kleiner im Anspruch in den Sommer. Vom 02. bis 05. Juli bringt das Literaturfestival in der halle02 wieder Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland nach Heidelberg. Dieses Jahr unter dem Titel „FREEDOM FRIES – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit!“. Im Mittelpunkt stehen die Krisen der Gegenwart, Fragen nach Freiheit, Solidarität und sozialer Gerechtigkeit sowie der Blick auf politische Kontinuitäten von George W. Bush bis Donald Trump. Zur Eröffnung spricht Ministerpräsident a. D. Winfried Kretschmann über Hannah Arendt, Freiheit und die Frage, wie Demokratien autoritären Bewegungen begegnen können. Weitere Schwerpunkte reichen von Armut, Klassenfragen und Aktivismus bis zu Europa, Erinnerungskultur und dem Krieg in der Ukraine. Mit dabei sind unter anderem Tomer Gardi, Miriam Davoudvandi, Jean-Philippe Kindler, Katarina Poladjan, Marie-Janine Calic, Miljenko Jergović, Barbi Marković, Didier Eribon, Navid Kermani und Jurij Andruchowytsch. Am Wochenende bietet die feeLit ganztägiges Programm, Familienformate und internationale Höhepunkte am Abend. Do, 02.07. bis So, 05.07., halle02, Heidelberg, Tickets unter www.rausgegangen.de Sommer im Schlosshof Im Juli wird der Weinheimer Schlosshof wieder zur offenen Bühne. Der 39. Weinheimer Kultursommer startet am 02. Juli mit Marina & The Kats und ihrem Programm „Friendly Fire“. Bei freiem Eintritt und mit Swing, Pop und Retro-Charme steht einem gelungenen Auftakt dabei nichts im Weg. Einen Tag später führt Franz Piva bei einer Stadtführung im Sitzen durch Weinheims Geschichte, bevor das Wochenende ganz im Zeichen von Begegnung steht: Am 04. Juli lädt das inklusive Festival „Fair All“ des Pilgerhauses Weinheim zu Musik und Miteinander ein, am 05. Juli folgt das Internationale Kulturfest mit Tanz, Musik und Begegnungen aus verschiedenen Kulturen. Danach wird es lauter: Beim Sommergroove am 08. Juli bringt EKLIPSE den Sound von Pink Floyd und Progressive Rock in den Schlosshof. So zeigt der Kultursommer gleich zu Beginn seine ganze Bandbreite vom Konzertabend über Stadtgeschichte bis zum inklusiven und internationalen Fest. Vieles ist frei zugänglich, manches bewusst niedrigschwellig, und alles nah an der Stadt und ihrem besonderen Sommerort. Do, 02.07. bis Mi, 08.07., Schlosshof Weinheim, www.weinheim.de SOMMERKULTUR 16
Wenn der Park summt Im Luisenpark gehört der Sommer nicht nur der Seebühne. Auch zwischen Freizeithaus, Kutzerweiher, Pelikanwiese und Skulpturenweg entstehen im Juli und August viele kleinere Anlässe, den Park neu zu entdecken. Besonders lebendig wird es beim Tag der Insekten am 04. Juli: Rund um Freizeithaus, Insektenhügel und Festhalle Baumhain stehen Bienen, Käfer, Libellen, Wanzen und andere Sechsbeiner im Mittelpunkt. Kinder und Erwachsene erfahren, warum Insekten für Natur und Menschen unverzichtbar sind, und können ihre Welt genauer kennenlernen. Für entspannte Sommerabende sorgt die Reihe Sunset Lake Afterwork, die am 03. Juli mit DJane Tatjana Orfee am Café Seerestaurant startet. Am 26. Juli führen Autorinnen und Autoren des literarischen Zentrums Räuber 77 beim „Skulpturenwandel mit Luise“ mit eigenen Texten über den Skulpturenweg. Musikalisch wird es am 28. Juli beim After Work Tuesday mit BRAVELAND zwischen Freizeithaus und Kutzerweiher. In den Sommerferien lädt außerdem die Grüne Schule Kinder von sieben bis zehn Jahren zur fünftägigen „Rauszeit für Naturentdecker“ ein. Fr, 03.07. bis Fr, 07.08., Luisenpark Mannheim, www.luisenpark.de 17 DAS RESTAURANT BOOTSHAUS LÄDT EIN ZUM SOMMERURLAUB AM NECKAR IN MANNHEIM Öffnungszeiten Di-SA 18:00 - spät ESSEN TRINKEN GLÜCKLICH SEIN bootshaus Mannheim Hans-Reschke-Ufer 3 (am Fernmeldeturm) 68165 Mannheim Tel.: 0621-324 77 67 • www.bootshaus.net Die Südstadt geht raus Im Juli verlegt der Karlstorbahnhof sein Programm nach draußen. Auf dem Marlene-Dietrich-Platz starten am 04. und 05. Juli die Afrikatage mit großem Afrikamarkt, Kunsthandwerk, Infoständen, Essen und Musik. Erstmals ist auch ein Sonderstand des Heidelberger Kulturamts in Kooperation mit der UNESCO City of Arts and Crafts Ouagadougou aus Burkina Faso dabei. Am Sonntag bringt Tribubu die Open-Air-Bühne in Bewegung. Vom 10. bis 12. Juli wächst das Südstadtfest erstmals über die Römerstraße hinaus bis auf das Gelände der ehemaligen Campbell Barracks: mit Freiluftkino, Mitmach-Zirkus, Flohmarkt, Silent Disco, Tanzworkshops, Community-Singen und vielen Angeboten im Quartier. Danach bleibt der Sommer vor der Halle: Word Up! Open Air Poetry Slam Deluxe, Ü-Party, Flohmarkt, Alin Coen mit neuem Album, das australische Ukulele Death Squad und zum Abschluss ein Sommerpicknick mit Beach Towel füllen den restlichen Monat. So wird der Marlene-Dietrich-Platz zum Treffpunkt für Musik, Markt, Nachbarschaft und lange Abende im Freien. (Foto © Lara Geiss) Sa, 04.07. bis Mi, 29.07., Karlstorbahnhof, Heidelberg, www.karlstorbahnhof.de
18 SOMMERKULTUR Tanzen im Herzen der Quadrate Mit „Der Dorfplatz in der Stadt“ bringt das EinTanzHaus bis September Bewegung ins Herz der Mannheimer Quadrate. Das Projekt lädt dazu ein, sich unter freiem Himmel zu begegnen, gemeinsam zu tanzen oder einfach nur zuzuschauen. Samstags startet das kostenfreie EinTanzWorkout von 10-11 Uhr mit wechselnden Trainerinnen und Trainern in den Tag. Die Stile reichen von Hip-Hop über Line Dance bis Aerobic, jedes Mal mit anderem Schwerpunkt. Am 17. Juli folgt die Dorfplatz Silent Disco: Drei Soundkanäle verbinden Live-DJ-Set, Club Sounds und Musik aus der Nachbarschaft, von türkischen, rumänischen und chinesischen Einflüssen bis zu Klängen aus Pakistan, Afghanistan, Israel, Italien und dem Libanon. Kopfhörer gibt es kostenfrei vor Ort. Zum Abschluss bringt das Dorfplatzfest am 12. September noch einmal alle Beteiligten zusammen. Dann wird auch das Projekt FolkDanceParty 2.0 sichtbar, bei dem ein gemeinsamer Tanz aus verschiedenen Traditionen entstanden ist, von indischen, rumänischen und türkischen Volkstänzen bis zu Voguing und Schuhplattler. Sa, 04.07., Sa, 11.07., Fr, 17.07. und Sa, 12.09., EinTanzHaus, G4, Mannheim, www.eintanzhaus.de Die Enz wird zur Bühne Direkt am Wasser bekommt Pforzheim im Juli wieder eine Bühne mit besonderer Perspektive. Bei ENZ live wird der Waisenhausplatz drei Wochen lang zum Treffpunkt für Musik, Kultur, Essen und Sommerabende am Fluss. Die schwimmende Bühne auf der Enz bildet den Mittelpunkt, drumherum entsteht zwischen Foodtrucks, Getränkeständen und Sitzplätzen eine entspannte Open-Air-Atmosphäre mitten in der Stadt. Das Programm läuft vom 08. bis 26. Juli jeweils mittwochs bis sonntags und reicht von After-Work-Abenden, DJs und Livebands bis zu Themenformaten, Workshops und Party-Abenden. Dazu gehören Dancing-Donnerstage, ein spanischer Abend, die Pforzheimer Grillmeisterschaft, Sunday Sounds, „Diner en blanc“ und weitere Formate zwischen Feierabend, Ausgehen und Familienzeit. An den meisten Veranstaltungstagen ist der Eintritt frei. Der große Höhepunkt wartet am 25. Juli mit ENZleuchten: Dann wird der Waisenhausplatz durch Lichtinstallationen, Projektionen und Illuminationen in Szene gesetzt, bevor Musik-Feuerwerk und Lasershow den Abend über der Enz abschließen. Mi, 08.07. bis So, 26.07., Waisenhausplatz, Pforzheim, www.enzlive.de FRANKLIN feiert FRANKLIN wächst weiter und mit dem Mannheimer Stadtteil auch sein Sommerfest. Am 18. Juli lädt die städtische Entwicklungsgesellschaft MWSP bereits zum sechsten FRANKLIN Fest auf den FRANKLIN Field Platz und die angrenzende Sportanlage ein. Von 14-19 Uhr entsteht dort ein Programm für die Nachbarschaft und alle, die Mannheims jüngsten Stadtteil näher kennenlernen möchten. Eröffnet wird das Fest vom großen FRANKLIN Kinderchor der Kirche auf FRANKLIN, begleitet von einer Band. Danach folgen unter anderem die Tanzgruppe der Karnevalsgesellschaft Löwenjäger, eine koreanische Kampfkunstvorführung, die Younity Band des Kulturhauses Käfertal, das GIO Dancestudio, ein Beitrag des Nationaltheaters Mannheim und zum Abschluss die Holger Bläß Band. Abseits der Bühne sorgen Foodtrucks, Kaffee, Getränke und Mitmachaktionen von Vereinen und Initiativen für Bewegung auf dem Platz. Auf dem Sportplatz können Cricket, Tischtennis, Taekwondo und Dart ausprobiert werden. Die MWSP informiert über aktuelle Entwicklungen im Stadtteil, außerdem ist ein Besuch der Ausstellung „MAEMORIES – Die Geschichte der Amerikaner in Mannheim“ im angrenzenden HOUSE OF MAEMORIES möglich. Die Anreise mit ÖPNV oder Fahrrad wird empfohlen. (Foto © Nikola Neven Haubner) Sa, 18.07., 14-19 Uhr, FRANKLIN Field Platz, www.mwsp-mannheim.de
19 Mannheim bleibt schwindelfrei Ein Festival kann Bühne sein, Treffpunkt, Versuchsanordnung. Schwindelfrei ist von allem etwas. Und in seiner Jubiläumsausgabe besonders nah an der Frage, wie Zusammenleben künstlerisch gedacht werden kann. Unter dem Thema „Hier bleiben – Räume und Praktiken eines neuen Miteinanders“ richtet das Mannheimer Festival für Tanz, Theater, Performance+ den Blick auf Orte, Beziehungen und künstlerische Prozesse, die neue Formen von Gemeinschaft erproben. Sechs Projekte aus der Freien Szene erhalten dafür Residenzen: Zeit zum Recherchieren, Ausprobieren, Verwerfen und Weiterentwickeln. Was daraus entsteht, ist ein Einblick in künstlerische Prozesse, mal als Performance, mal als Intervention, Ausstellung, Tanz, Konzert oder Gespräch. Das Publikum begegnet nicht nur Ergebnissen, sondern auch offenen Fragen. Ergänzt wird das Programm durch Austauschformate, Workshops und eine wachsende Ausstellung. Spielorte sind unter anderem EinTanzHaus, Felina Theater, Theaterhaus G7, zeitraumexit, Community Art Center, Maquis Mami Wata und laboratorio17. Do, 09.07. bis So, 12.07., www.schwindelfrei-festival.de Wenn Heidelberg zur Leinwand wird Metropolink macht Heidelberg im Sommer wieder zum offenen Raum für Kunst, Musik und Bewegung. Vom 05. bis 08. August steht das Festival für urbane Kunst im Zeichen von Sound, Streets und State of Mind. Zentrum ist Metropolink’s Commissary im Patrick-Henry-Village. Dort treffen Live-Sets, Clubnächte und Konzertmomente auf ein Gelände, das roh genug bleibt, um nicht nach fertiger Kulisse auszusehen. Musikalisch reicht das Programm von Kokoroko, Lugatti, Kwam.E und Bibiza bis zu Deki Alem oder Charlotte Colace. Schon im Juli setzen Konzerte und Formate wie Samy Deluxe, Altın Gün, das Schwimmbad Club Revival und das Metropolink-Kinderfestival zusätzliche Akzente. Parallel schreibt sich die Kunst weiter in die Stadt ein: Murals, digitale Arbeiten und Interventionen verschieben den Blick auf Fassaden, Plätze und Wege. Metropolink funktioniert damit nicht wie ein klassisches Festival, das irgendwo stattfindet, sondern greift direkt in den Stadtraum ein. (Foto © Niko Neithardt) 05.-08.08., Heidelberg, www.metropolink.art/festival KREATIVES KINDERPROGRAMM MO, 3. BIS FR, 7. AUGUST VON 11 BIS 16 UHR . Bastel- und Malspaß . Kinderschminken und Glitzertattoos . Luftballonmodellage . Zahlreiche Spiele Teilnahme kostenlos und ohne Voranmeldung. VOLLER ACTION, ABENTEUER & SUPERKRAFT WWW.Q6Q7.DE HELDENHAFTER FERIENSPASS GROSSER AKTIONSABSCHLUSS SA, 8. AUGUST FÜR DIE GANZE FAMILIE
Alte Feuerwache, neue Moves A m 19. Juli gehört die Alte Feuerwache wieder der Streetdance- und HipHop- Szene. Beim 28. Mannheimer Streetdance-Contest treffen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus Baden-Württemberg und ganz Deutschland aufeinander. Bis zu 300 Teilnehmende werden erwartet. Getanzt wird in den Altersklassen U12, U16 und U28. Dazu kommt e i n Freestyle-Battle im 1-vs.-1-Format. Eine Jury bewertet dabei Choreografie, Technik, Kreativität und Ausstrahlung. Neben dem Wettbewerb g i b t es aber auch noch die offene Talentbühne, die Raum für tänzerische u n d kreative Beiträge ohne Platzierungsdruck bietet und die Veranstaltung auch für unterschiedliche Ausdrucksformen zugänglich macht. Neben Pokalen, Urkunden und Preisgeldern werden ein Newcomer-Preis sowie der Titel „Dancer of the Day“ vergeben. Der Eintritt ist für Kinder, Jugendliche sowie Begleitpersonen von Menschen mit Behinderungen f rei . Erwachsene zahlen nach solidarischem Preissystem. So, 19.07., 11.30-20 Uhr, Alte Feuerwache, Mannheim, Anmeldung bis Do, 09.07. Eremitage unter Strom Die Eremitage Waghäusel baut ihr Open-Air-Programm weiter aus und zeigt, wie wandelbar ein Sommerabend auf historischem Gelände sein kann. Beim Superjam Festival treffen am 25. Juli Hip-Hop, Reggae und urbane Sounds aufeinander. Headliner ist Sido, dazu kommen Gentleman, Ferris MC, Afrob und DJ Desue. Eine Woche später übernimmt die Mallorcaparty das Gelände und verwandelt die Eremitage wieder in einen großen Open-Air-Hotspot für Sommer, Schlager und kollektive Eskalation. Nach ausverkauften Jahren von 2022 bis 2025 stehen unter anderem Isi Glück, Lorenz Büffel, Julian Sommer, Almklausi, Die Atzen, Schürze, Micha von der Rampe, Calvin Kleinen und viele weitere Acts auf dem Programm. Wer schon weiter vorausplant, kann sich außerdem den 24. Juli 2027 vormerken: Dann bringen Die Fantastischen Vier ihre Sommer-Open-Air-Show nach Waghäusel. So wächst die Eremitage weiter zu einem Veranstaltungsort, der zwischen Festival, Party und großem Konzertabend die unterschiedlichsten Zielgruppen adressiert und zusammenbringt. Sa, 25.07., Superjam Festival, Sa, 01.08., Mallorcaparty, Sa, 24.07.2027, Die Fantastischen Vier, Eremitage Waghäusel, www.eremitage.events Sommerabende im Hof Wenn die Alte Feuerwache ihre Sommerbühne öffnet, wandert das Programm nach draußen. Vom 27. Juli bis 17. August wird der Hof zum Treffpunkt für Konzerte, DJ-Sets, Ausstellung, Party und warme Abende zwischen Bühne und Bar. Den Auftakt macht die Ausstellung „KLICKwinkel – Fotografie für Deine Perspektive“, danach folgt ein dichtes Musikprogramm bei freiem Eintritt. Frisco verbindet Alternative-Pop und Hip-Hop, Meduulla & Ethan Hill bringen Soulful Hip-Hop und Jazzrap, La Boom x DeeBuzz setzt auf Hip-Hop, Dancehall, Reggae und Afrobeats. Weiter geht es mit Romy, Selenia Gulino, LuxJury, Ganna, Josi Miller mit Aftershow-DJ-Set, einer Indie-Party mit DJ Merle und dem Girlhood Open-Air Special. Auch Julie Kuhl, Anny, Udo West, Cordoba 78, Tiavo sowie O/Y – Maier-Hauff stehen auf dem Programm. Zwischen Indie, Jazz, Neo-Soul, Afrobeats, NNDW, Elektronik und Pop zeigt die Sommerbühne, wie breit ein Open-Air-Sommer in Mannheim klingen kann: niedrigschwellig, spät genug für laue Nächte und nah genug dran, um einfach vorbeizuschauen. Mo, 27.07. bis Mo, 17.08., Alte Feuerwache, Mannheim, www.altefeuerwache.com SOMMERKULTUR 20
Sommer in Sinsheim – Konzerte, Surfen und Palmen-Feeling Angesichts gestiegener Sprit- und Flugpreise rückt die Region für viele stärker in den Fokus – und dabei zeigt sich schnell, wie viel Sommer in der eigenen Umgebung steckt. Beim Thermensommer 2026 in der Thermen & Badewelt Sinsheim stehen zwischen Juni und September Open-AirKonzerte, ein zweitägiges Sommerfest, Surfen auf der künstlichen Welle sowie Angebote für Familien auf dem Programm. Alles an einem Ort, ohne lange Anreise und mit echtem Urlaubsgefühl in der Heimat. www.badewelt-sinsheim.de Open-Air-Sommer im Schlossgarten Der Schwetzinger Schlossgarten wird im Sommer wieder zur Bühne für große Pop-, Rock- und Klassikmomente. Bei Musik im Park reicht das Programm von internationalen Hits bis zu aktuellen Indie- und Rap-Sounds. Den Auftakt macht Roxette am 30. Juli mit Songs, die längst Popgeschichte geschrieben haben – von „It Must Have Been Love“ bis „Joyride“. Danach folgen unter anderem Luciano, Michael Patrick Kelly, The Kooks, Giant Rooks, Uriah Heep mit Mother’s Finest, David Garrett und Zah1de. So entsteht zwischen Ende Juli und Anfang August ein Konzertprogramm, das sehr unterschiedliche Generationen und Geschmäcker zusammenbringt. The Kooks feiern dabei das 20-jährige Jubiläum ihres Debütalbums „Inside In / Inside Out“ mit ihrer einzigen Open-Air-Show in Deutschland, während Giant Rooks nach Welttournee und Nummereins-Album wieder auf europäische Bühnen zurückkehren. Wir verlosen für Roxette am 30.07., The Kooks am 04.08., Giant Rooks am 05.08. sowie Uriah Heep und Mother’s Finest am 07.08. jeweils 2x2 Tickets – einfach bis zum 20.07.2026 eine E-Mail mit dem Betreff „Musik im Park“ und dem Wunschtermin an gewinnspiel@deltaimquadrat.de senden! Do, 30.07. bis So, 09.08., Schlossgarten Schwetzingen, www.provinztour.de Wirtshaus am Münzplatz / Q6 6 / 68161 Mannheim JETZT NEU IM Q6/Q7 HOME IS WHERE MY AUGUSTINER IS Kurpfälzisch-bayerische Küche & frisch gezapftes Augustiner
Das Guru-Fescht lebt weiter Das Finkenbach-Festival hat eine Geschichte, die kaum noch kurioser hätte beginnen können: 1976 sprang Guru Guru bei einem Feuerwehrfest ein, nachdem die Kapelle abgesagt hatte. Aus diesem Zufall entstand ein Jahr später das „Guru-Fescht“ – und später das älteste Krautrockfestival Deutschlands. 2026 geht das Woodstock des Odenwalds in seine 42. Ausgabe und verbindet am 07. und 08. August wieder historische Wurzeln mit neuen Entdeckungen. Guru Guru, die Mitgründer, stehen ebenso auf dem Programm wie Kraan, deren Mischung aus Jazz und Krautrock längst Festivalgeschichte ist. Dazu kommen unter anderem Sula Bassana, Pristine, My Sleeping Karma, Mars Mushrooms, Spiral Drive, Miller Anderson, die Leif de Leeuw Band sowie Alex Auer y Banda mit Adax Dörsam. Zwischen Psychedelic Rock, Blues, Jamkraut, Retro-Sound und Westcoast-Groove bleibt Finkenbach ein Festival mit eigenem Charakter: familiär, naturverbunden und regional verankert. Dazu passen hausgemachte Kichererbsensuppe, Kuchen aus dem Ort, Fleisch aus regionaler Zucht, Apfelwein aus Heddesbach und ein kostenloser Bustransfer zwischen Hirschhorn, Festivalgelände und Parkflächen in Beerfelden. Fr, 07.08. und Sa, 08.08., Oberzent-Finkenbach, www.finkenbachfestival.de Abtauchen vor dem RNZ Ein Tauchcontainer auf dem Parkplatz: Das Rhein-Neckar-Zentrum macht den Sommer in Viernheim dieses Jahr ungewöhnlich tief. Auf der Parkfläche P5b bei Engelhorn steht bis Ende August ein verglaster Container, in dem Unterwasserwelt, Sport und Show aus nächster Nähe zu erleben sind. Durch große Sichtfenster lässt sich verfolgen, was sonst nur unter der Oberfläche bleibt: Mermaids, Schnuppertauchen, Unterwasser-Sportarten und Vorführungen von DLRG, Feuerwehr und Bundeswehr. An vielen Tagen können Interessierte sogar selbst erste Taucherfahrungen sammeln. Der RNZ Dive Hub setzt dabei nicht nur auf den besonderen Aha-Moment mitten im Einkaufsalltag. Jeder Schnuppertauchgang unterstützt mit einer Spende den Meeresschutz und die Einnahmen gehen vollständig an Organisationen, die sich für Meeresschildkröten, Delfine und die Bergung von Geisternetzen einsetzen. So verbindet das Projekt Feriengefühl, Wissen und Engagement auf engem Raum. bis Sa, 29.08., Mo-Sa, 12-18 Uhr, Rhein-Neckar-Zentrum, Viernheim, www.rhein-neckar-zentrum-viernheim.de Weinheim glänzt als Kleinstadtperle Für einen Sommertag braucht es nicht immer die große Reise. Manchmal reicht eine Stadt, die nah genug für einen spontanen Ausflug ist und trotzdem ein bisschen Abstand vom Alltag schafft. Weinheim gehört zu den baden-württembergischen Kleinstadtperlen und bringt dafür vieles mit, was einen solchen Tag rund macht: Fachwerk, Schlosspark, Marktplatz, kleine Läden, Cafés, und die Lage zwischen Bergstraße und Odenwald. Wer durch die Altstadt geht, der findet inhabergeführte Geschäfte, Genussadressen und kurze Wege zu grünen Sehnsuchtsorten wie Hermannshof, Exotenwald oder Windeck. Genau diese Mischung aus Stadtbummel, Geschichte und Natur macht Weinheim zu einem passenden Aushängeschild der Kleinstadtperlen. Zusätzlich läuft die Stempelaktion: Vor Ort lässt sich analog mit Sammel-Postkarte oder digital über die Zeigmal-App ein Stempel sichern. Wer mehrere Kleinstadtperlen besucht, sammelt so nicht nur Eindrücke, sondern auch die Chance auf kleine Überraschungen und einen Reisegewinn. Aus einem Ausflug wird damit vielleicht der Anfang einer kleinen Sommertour durch Baden-Württemberg. (Foto© Daniel Sieler) Wir sind Süden, Kleinstadtperle Weinheim, www.kleinstadtperlen-bw.de 22 SOMMERKULTUR DIVE HUB 2026
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