Delta im Quadrat Nr. 95

AUSTELLUNG/KUNST RADIKAL. REAL. Nouveau Réalisme In den 1960er Jahren wurde die reale Welt selbst als Material der Kunst verwendet: Als „Nouveau Réalisme“ wurde diese Kunstströmung bezeichnet; der französische Kunstkritiker Pierre Restany gilt als ihr Gründer. Bedeutende Namen wie Niki de Saint Phalle, Yves Klein, Christo und Jean Tinguely sind bis heute wohlbekannt. In Mannheim versammelt die Kunsthalle nun rund 150 Werke in einer großen Sonderausstellung – radikal und real. Ausgehend von bedeutenden Arbeiten aus der eigenen Sammlung spannt die Schau einen Bogen von der Entstehung der Konsumgesellschaft ab den 1950er Jahren und fragt zugleich nach der Aktualität dieser künstlerischen Positionen. Gleichzeitig beleuchtet die Ausstellung kritisch die Verbindungen und Gegensätze zwischen Nouveau Réalisme und Pop Art. Anhand von Gemälden, Skulpturen, Installationen und Arbeiten auf Papier, im Dialog mit Archivdokumenten, Fotografien und Videoaufnahmen von Performances und Aktionen lässt sich die Sprengkraft des Nouveau Réalisme neu erfahren – es zeigt sich eine Kunst, deren Fragen an Konsum, Medien und Wirklichkeit heute aktueller denn je erscheinen. Eröffnung: Do, 02.07., bis 11.10., Kunsthalle MA, www.kuma.art Hafenstraße 25 - 27 68159 Mannheim port25-mannheim.de Raum für Gegenwartskunst VOIT KONSTANTIN 01.08. - 08.11.2026 MANNHEIMER KUNSTPREIS DER HEINRICH-VETTER-STIFTUNG Raymond Pettibon – I can hear inside… Musik trifft Kunst: Die Ausstellung „Raymond Pettibon. Nervous Breakdown – Albumcover aus der Sammlung Stefan Thull“ im WilhelmHack-Museum zeigt anhand von über 200 Exponaten aus der Sammlung Stefan Thull die Verbindung und künstlerische Zusammenarbeit zwischen dem US-amerikanischen Künstler Pettibon und zeitgenössischen Musikerinnen und Musikern. Pop, Punk und Politik treffen hier aufeinander; viele von Pettibons Albumcovers gelten als Ikonen der Popkultur und als – oftmals kritischer – Spiegel des „American Dream“. Wer mehr zu den Hintergründen erfahren will: Am 04. Juli führt Kuratorin Dr. Astrid Ihle um 15 Uhr durch die Ausstellung, und im Anschluss gibt es ein Gespräch mit Dr. Robert Eikmeyer, Kunstwissenschaftler und Verleger, und Oliver Augst, Musiker, Komponist und Hörspielautor – Schallplatten- „Hörverkostung“ inklusive! (Foto © Saylor Pochan Heller) bis 20.09., Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen Rundgang der HfG Ein Jahr lang haben die Studierenden der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe sich interdisziplinär kreativ entfaltet, Projekte umgesetzt, Performances entwickelt, Filme und Kunst entstehen lassen. Die Ergebnisse sind nun bereit für die Öffentlichkeit: Traditionell zum Ende des Sommersemesters öffnet die HfG ihre Türen zum Rundgang; die Studienstätte wandelt sich dann zum Ort für Ausstellungen und Begegnungen. Die Jahresausstellung präsentiert rund 100 Positionen aus sämtlichen Fachbereichen und Studiengängen der Hochschule – Kommunikationsdesign, Produktdesign, Medienkunst, Ausstellungsdesign & Szenografie sowie Kunstwissenschaft & Medienphilosophie. Ausgangspunkt des diesjährigen Designs ist das Gefühl eines „Vibe Shifts“, eines atmosphärischen und sozialen Wandels, der kulturelle Institutionen dazu auffordert, sich neu zu positionieren. Grafisch wird mit Ideen von Bewegung, Instabilität, Gleichgewicht, Beschleunigung und Kippmomenten gearbeitet und damit ein Spannungsfeld sichtbar gemacht, das auch viele der ausgestellten Arbeiten beschäftigt. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Führungen, Screenings, Gesprächen und weiteren öffentlichen Formaten. 16.07., 19-22 Uhr, 17.-19.07., 11-18 Uhr, Staatliche Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe, www.hfg-karlsruhe.de

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