46 DiQ: Schlager lebt vom gemeinsamen Moment. Ist „HOSSA“ eher eine klassische Bühnenshow zum Zuschauen oder darf, soll und muss das Publikum hier auch ganz bewusst Teil der Party werden? MG: Natürlich werden wir genau diesen „gemeinsamen Moment“ feiern. Das gibt dann eine herrlich hysterische Party. DiQ: Nach welchen Kriterien entsteht die „Hitparade“ auf der Bühne? Geht es eher um ikonische Klassiker, persönliche Favoriten oder auch überraschende Brüche im Schlager-Universum? MG: Das werde ich doch jetzt nicht schon verraten! DiQ: Die Show wirkt auf den ersten Blick leicht, laut und sehr unterhaltsam. Gibt es für Sie trotzdem einen tieferen Kern oder eine Botschaft hinter dem Format – vielleicht sogar eine kleine Liebeserklärung an den Schlager? MG: Wer schon einmal um halb drei früh, bei Nieselregen auf der Autobahn „Du entschuldige I kenn di…“ gehört hat und hemmungslos losgeheult hat, der weiß, wovon ich rede. Lang leben die engen Jeans auf dem Schulhof, die schüchternen Jungs und die verpassten Chancen – das müsste doch als glaubhafte Liebeserklärung durchgehen, oder? Ich freue mich mit dem wundervollen Ensemble im Capitol nochmals über die verregnete Autobahn zu ballern. Do, 10.09., 20 Uhr, Capitol, Mannheim, www.capitol-mannheim.de HOSSA! Eine Nacht für die ganz großen Gefühle „Wir lieben das Leben und leben die Liebe“ – unter diesem Motto bringt das Capitol Mannheim mit „HOSSA“ eine Nacht voller Schlager-Seligkeit auf die Bühne. Von Vicky Leandros bis Howard Carpendale, von der „Kleinen Kneipe“ bis zum „Bett im Kornfeld“: Das Capitol-Ensemble nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch die großen Gefühle des Genres. Moderiert wird der Abend vom Stuttgarter Allrounder Michael Gaedt. Im Gespräch mit „Delta im Quadrat“ verrät er, warum Schlager viel mehr ist als Ballermann und was einen nachts um halb drei auf der Autobahn zum Weinen bringen kann. Delta im Quadrat, Tim Fischer: „HOSSA“ wird als bunte, humorvolle Schlager-Hitparade angekündigt – zwischen Konzert, Show und Parodie. Wo genau verorten Sie das Format: eher liebevolle Hommage an den Schlager oder augenzwinkernde Brechung des Genres? Michael Gaedt: Oh, da darf ich doch gleich mal den zugespielten Ball aufnehmen! Ich wünsche mir eine augenzwinkernde Hommage und eine liebevolle Brechung des Genres. Wichtig ist doch nur, dass man die Show und die Schlager liebt. Wir haben so viele wunderbare Songs ausgepackt, dass das sicher einfach wird. Unsere Show muss man sich nicht „schönsaufen" wie am Ballermann. DiQ: Sie sind als Schauspieler, Musiker und Comedian bekannt – unter anderem aus „Die kleine Tierschau“ und „SOKO Stuttgart“. Wie viel Michael Gaedt steckt in dieser Rolle als Moderator, und wo beginnt die Bühnenfigur? MG: Das kann ich ihnen leider nicht sagen, ich sehe mich ja nicht auf der Bühne agieren, da habe ich gar keine Zeit, da arbeite ich ja. CLUB- & POPKULTUR
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