„Mannheim ist von Anfang an Teil unserer DNA“ Seit 100 Jahren ist die INTER fest in Mannheim verwurzelt. Im Gespräch mit „Delta im Quadrat“ erläutert Vorstandssprecher Roberto Svenda, wie die Stadt die Identität des Unternehmens geprägt hat und welche Werte auch in Zukunft Bestand haben. 12 LEBEN IM DELTA Delta im Quadrat, Tim Fischer: Wie hat die Stadt Mannheim die Identität der INTER über die Jahrzehnte geprägt – und was bedeutet es heute für Sie, hier weiterhin den Hauptsitz zu haben? Roberto Svenda: Mannheim ist von Anfang an Teil unserer DNA. Die Stadt steht für Offenheit, Innovationskraft und wirtschaftliche Dynamik. Das hat auch die INTER geprägt. Dass wir weiterhin hier unseren Hauptsitz haben, ist ein klares Bekenntnis zur Region und zu unseren Wurzeln. DiQ: Die INTER versteht sich bis heute als unabhängiger Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit – also ohne Aktionäre im Hintergrund. Was bedeutet dieses Modell ganz konkret im Alltag eines modernen Versicherungsunternehmens? RS: Wir handeln ausschließlich im Interesse unserer Mitglieder, nicht im Sinne externer Aktionäre. Das ermöglicht langfristiges Denken, nachhaltige Entscheidungen und eine klare Ausrichtung an den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden. DiQ: Wenn Sie auf 100 Jahre INTER zurückblicken – welche menschlichen oder gesellschaftlichen Veränderungen haben das Unternehmen besonders geprägt? RS: Besonders prägend war die zunehmende Individualisierung der Lebensläufe unserer Versicherten. Dadurch ist Vorsorge komplexer geworden, und die Erwartungen sind gestiegen. Auch wir mussten uns darauf einstellen – so wie sich die Anforderungen unserer wichtigsten Zielgruppen, etwa Ärztinnen und Ärzte, Beamte sowie das Handwerk, verändert haben. DiQ: Wie verändern sich die Zielgruppen aktuell auch in der Rhein-Neckar-Region? RS: Die Menschen informieren sich intensiver, vergleichen stärker und erwarten schnelle, digitale Lösungen. Gleichzeitig bleibt der persönliche Kontakt wichtig. In unserer Region sorgt die wirtschaftliche Dynamik zusätzlich für vielfältige Anforderungen, auf die wir flexibel reagieren müssen. DiQ: Ein 100-jähriges Jubiläum lädt zum Rückblick ein. Gleichzeitig verändert sich die Versicherungswelt durch Digitalisierung, KI und neue Arbeitsmodelle spürbar. Was soll auch künftig typisch „INTER“ bleiben – unabhängig davon, wie sich die Branche entwickelt? RS: Typisch INTER bleiben unsere Werte: menschlich, engagiert, begeisternd. Wir wollen mit Verlässlichkeit, Kundennähe und verantwortungsvollem Handeln im Sinne unserer Mitglieder überzeugen. Unabhängig von Digitalisierung oder KI geht es uns immer um den Menschen.
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