66 KKO im Schloss: Kammermusik & Traumkonzerte Der Barbier von Sevilla, der Freischütz, Nabucco – die großen Publikumslieblinge der Opernliteratur sind hinlänglich bekannt. Doch Rossini, von Weber, Meyerbeer und Verdi komponierten auch Kammermusik! Im Programm des 2. Mannheimer Schlosskonzerts mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester steht genau dieser Aspekt im Mittelpunkt: Zum 200. Todestag von Carl Maria von Weber interpretiert Paul Meyer dessen Klarinettenquintett B-Dur op. 34, gefolgt von Giacomo Meyerbeers Klarinettenquintett Es-Dur. Meyer, Solist und zugleich Dirigent des Abends, meistert diesen Part mit spielerischer Leichtigkeit, ohne die Streicher in den Hintergrund treten zu lassen. Diese erhalten schließlich in Gioachino Rossinis Streichersonate Nr. 2 sowie Giuseppe Verdis Streichquartett e-Moll ihre eigene Bühne. Ende des Monats geht es dann auch mit den „Traumkozerten“ los: Bis März spielt das KKO monatlich seine relaxten Konzerte mit ruhigem Programm, atmosphärischem Licht und der Möglichkeit, ein klassisches Konzert im Liegen zu genießen! 2. Schlosskonzert: Sa, 24.10., 19 Uhr, So, 25.10., 18 Uhr, Traumkonzerte Auftakt: 29.10., 18.30 und 20.15 Uhr, Schloss Mannheim,, alle Infos und Termine: www.kko.de Die Räuber Mannheimer Nationaltheater, Januar 1782: Friedrich Schiller verfolgte im Publikum die Uraufführung seines Stücks „Die Räuber“. Sicherlich hat er auch wahrgenommen, wie begeistert und aufgewühlt man auf das Drama reagierte, und ganz unzweifelhaft war dies ein entscheidender Wendepunkt seiner Karriere. Nun war er berühmt! Heute löst eine „Räuber“-Inszenierung natürlich nicht mehr die ganz große Euphorie aus, doch auch die Umsetzung des Stoffes als „Theaterthriller“ in Schwetzingen wurde überaus positiv aufgenommen. Im Oktober 2025 fand die Premiere statt; im Oktober 2026 steht das Stück unter der Regie von Joerg Mohr weiterhin auf dem Spielplan. Geschickt agiert er mit einer Drehbühne, die mal das väterliche Schloss und die Intrigen von Sohn Franz zeigt, mal den Wald, in dem Bruder Karl als Räuber wirkt. Gerechtigkeit und Unrecht, Rache und Zorn, Neid und Gier: Hier kommen die ganz großen menschlichen Regungen ans Licht! So, 25.10., 19 Uhr, Theater am Puls, Schwetzingen Tanz Karlsruhe: Cinderella Im November treffen sich beim Festival Tanz Karlsruhe 2026 wieder einmal bekannte Compagnien und neue Namen der Szene und zeigen, was den zeitgenössischen Tanz gerade bewegt. In diesem Rahmen entstand auch das Ballett „Cinderella“ am Badischen Staatstheater: Zur Musik von Sergej Prokofjew inszeniert Hauschoreografin Kristina Paulin das altbekannte Märchen in neuem Gewand. Sie erzählt es aus einer empathischen, neu belebten Perspektive: Das Mädchen lebt im eigenen Zuhause wie an einem fremden Ort, ist harter Arbeit und den Misshandlungen von Stiefmutter und Stiefschwestern ausgeliefert. Der Junge ist im Palast Regeln und Erwartungen unterworfen, die ihn immer weiter von sich selbst wegdrängen. Unbekannt ist beiden das Gefühl von Heimat – und genau das macht ihre Begegnung nicht nur magisch, sondern vor allem befreiend. Das Märchenballett für die ganze Familie feiert Ende Oktober Premiere und begleitet anschließend durch die Winterzeit. Premiere: 31.10., 19 Uhr, Bad. Staatstheater, Karlsruhe
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