62 Weinheims Ausklang des Kulturjahres Musik, Theater, Kabarett und besondere Bühnenmomente: Ein abwechslungsreiches Programm prägt die kulturelle Herbst- und Wintersaison 2026 in Weinheim. Literarisch wird es am 11. Oktober, wenn Maria Munkert und Patrick Schnicke vom NTM Thomas Manns Novelle „Mario und der Zauberer“ lesen, eine frühe Warnung vor den Mechanismen autoritärer Herrschaft. Dann zieht das Kulturprogramm auch wieder in die Stadtteile: in den Gasthof Zum Schwarzen Ochsen in Sulzbach beispielsweise mit der musikalischen Komödie „Eine Frau, die weiß, was sie will!“ von Oscar Straus. Klassik gibt’s mit dem Notos Quartett und einen „Heimatabend“ mit der Aufführung „…worin noch niemand war“ des Landestheaters Württemberg-Hohenzollern. Im November kommt die Freiburger Liedermacherin Laura Braun mit Sozialkritik und Klaviermusik; Jens-Peter Maintz und Wolfgang Emanuel Schmidt zeigen als „Cello Duello“ die ganze Bandbreite des Instrumentes. Für Kinder wird am 09. Dezember der Märchenklassiker „Die Bremer Stadtmusikanten“ in der Stadthalle gespielt, und zum Jahresabschluss kommt „Der Club der toten Dichter“ auf die Bühne: Carpe Diem! www.weinheim.de „Die Ente bleibt draußen!“ Es reicht ein Satz, manchmal sogar ein einziges Wort, und alle Freunde des feinen Humors wissen sofort, worum es geht: Loriot hat sich einen festen Platz im kulturellen Gedächtnis ganzer Generationen erarbeitet! Das Jodeldiplom und der Kosakenzipfel, „Früher war mehr Lametta“, „Das Ei ist hart“ oder „Die Ente bleibt draußen!“, all das lässt ganze Sketche vor dem inneren Auge entstehen. Und wenn das Ensemble von „The New Entertainment Production“ auf Tour durch Deutschland und Österreich geht, dann kommen jene Szenen auch auf die Bühne! Mit großem komödiantischem Können und viel Liebe zum Detail werden die unsinnig-genialen Szenen des Großmeisters lebendig. Charmant und einfallsreich musikalisch begleitet, entfalten sich Loriots brillant beobachtete Alltagssituationen in all ihrer grotesken Komik. Ob Eheberatung, ob Bettenkauf, ob Lottogewinn – dieser Abend verspricht viele urkomischer Höhepunkte aus dem Repertoire, und ein beherztes „Ach was“ sorgt garantiert ebenso für Lachen wie die lakonische Bemerkung „Sie haben da was!“. (Fotos © Wolff-Concerts, Illustrationen © Samson Götze) Mo, 12.10., 20 Uhr, Theater im Pfalzbau, Ludwigshafen, So, 06.12., 14.30 Uhr, Congress Center, Heidelberg, Fr, 05.02., 14.30 Uhr, Rosengarten, Mannheim, Infos und VVK: www.wolff-concerts.com „This Bitter Earth“ Es könnte eine simple Liebesgeschichte sein: Jesse und Neil lernen sich kennen und kommen zusammen. Dass beide männlich sind, ist mittlerweile ja soweit anerkannt. Verkompliziert wird die Sache dadurch, dass Jesse und Neil verschiedene Hautfarben haben: Jesse dunkel, Neil hell. Jesse ist eher introvertiert, Neil hingegen engagiert sich bei „Black Lives Matter“. Und um die beiden Männer herum tobt das echte Leben – was das bedeutet, kann man regelmäßig den Schlagzeilen und Nachrichtensendungen entnehmen. Wie viel hält eine Liebe aus, wenn die Welt um sie herum in Flammen steht? Und was bedeutet es, sich wirklich zu positionieren? In der deutschen Erstaufführung stehen Benjamin Martins (Filmemacher und Schauspieler) und Leandro Labantey (Rapper, Singer-Songwriter, Schauspieler) gemeinsam auf der Bühne und gestalten einen intensiven Abend mit Themen, die bewegen. Fr, 16.10., 20 Uhr, Theater am Puls, Schwetzingen
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