Delta im Quadrat Nr. 94

38 Der Puls ist der Taktgeber des Herzens. Der Ruhepuls zeigt die Anzahl der Herzschläge pro Minute an, wenn der Körper nicht unter Belastung ist. Er ist ein wichtiger Indikator für den Gesundheitszustand und den Fitnessstand. Allerdings wird er auch von verschiedenen anderen Faktoren beeinflusst. Wann lässt sich der Ruhepuls am besten messen? Ein guter Zeitpunkt ist morgens, direkt nach dem Aufwachen. Dann lässt sich, noch im Liegen, mit Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand der Puls am linken, inneren Handgelenk unterhalb des Daumengelenks messen. Natürlich kann er auch direkt an der Schlagader am Hals gemessen werden. Es sollte 30 Sekunden lang gemessen werden – dabei die Pulsschläge mitzählen. Diese Zahl wird dann verdoppelt und das Ergebnis ist der sogenannte Ruhepuls, beziehungsweise ergeben sich damit die Herzschläge pro Minute. Beispiel: 30 Sekunden lang mitgezählt und 40 Schläge gezählt: 40 x 2 = 80/min. Wenn man den Ruhepuls am Tag messen möchte, empfiehlt es sich, vorher eine Weile zu sitzen oder zu liegen sowie Stress und körperliche Belastung zu meiden. Ruhepuls – In der Ruhe liegt die Kraft! Welche Werte für den Ruhepuls sind normal? Erwachsene Frau (18-64 Jahre) 70-80/min Erwachsener Mann (18-64 Jahre) 60-70/min Senioren (ab 65 Jahre) 70-90/min Leistungssportler 35-50/min Kinder 85-110/min Einflussfaktoren auf den Ruhepuls • Alter, Geschlecht und Gewicht • Trainingslevel • Krankheiten/Fieber • Psychische Belastung z. B. Stress, Angst oder Aggression • Körperliche Belastung, z. B. Sport • Koffein-, Alkohol- oder Nikotinkonsum • Medikamente/Drogen • Wetter Wie wirkt sich Sport und Bewegung auf den Ruhepuls aus? Bei schlechter Kondition, also wenig Ausdauer, Kraft, Koordinationsfähigkeit, Beweglichkeit und Schnelligkeit, hat ein Mensch dauerhaft einen Puls über 80 Schläge pro Minute. Das erhöht das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Bei dauerhaft erhöhtem Ruhepuls sollte man dringend einen Arzt aufsuchen. Während des Trainings steigt der Puls und fällt dann nach dem Training wieder ab. Durch das Training wird der Herzmuskel gestärkt und das Herzvolumen wird größer. Daher schafft das Herz, auch im Ruhepuls genügend Blut und Nährstoffe durch den Körper zu pumpen. Trainierte Sportler und Hobbysportler haben daher einen niedrigeren Ruhepuls. Geeignet sind vor allem sportliche Betätigungen, die die Ausdauer trainieren, wie beispielsweise Schwimmen, Joggen, Walken, Radfahren und Krafttraining. Wichtig dabei ist, dass das Training regelmäßig – am besten dreimal pro Woche – stattfindet. Das empfiehlt auch die Weltgesundheitsorganisation, die 150-300 Minuten moderate Bewegung für ideal hält. Je trainierter man ist, desto niedriger wird der Ruhepuls – vorausgesetzt,

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