Delta im Quadrat Nr. 94

Berzelhof Speyer: „Wir waren alle schockverliebt“ Mit dem Berzelhof ist der Johanneshof jetzt auch in Speyer vertreten. Unterhalb des Doms hat das Team um Harald Schlumpp ein Café- und Stadtladenkonzept umgesetzt, das Bekanntes mit neuen Rahmenbedingungen verbindet. Ein Gespräch über Standortentscheidungen, Qualität und eine Branche im Wandel. DiQ, Natascha Zahn: Mit dem Berzelhof seid ihr jetzt auch in Speyer präsent. Wie kam es zu dem Schritt und was macht den Standort für euch besonders? Harald Schlumpp: Wir hatten nach einer Möglichkeit gesucht, unser sehr erfolgreiches Stadtladen-Konzept mit einem zusätzlichen Standort außerhalb von Hockenheim zu erweitern. Der Berzelhof wurde neu verpachtet, wir haben das Objekt gesehen – und waren alle schockverliebt in dieses atmosphärische, geschmackvoll renovierte Anwesen. Der Standort unterhalb des Doms in der Altstadt ist für uns auch deshalb besonders, weil wir hier nicht nur Gäste aus Speyer begrüßen dürfen, sondern auch Menschen aus aller Welt, die die Stadt besuchen. DiQ: Der Johanneshof steht schon lange für Qualität und eine klare Philosophie. Was war euch wichtig, dieses Gefühl auch im Berzelhof weiterzugeben? HS: Wir wollen auch in der Stadt authentisch sein. Die Qualität unserer Produkte, ob im Laden oder im Café, ist uns sehr wichtig. Gleichzeitig spielen der Umgang mit unseren Gästen, die Herzlichkeit und die Verbundenheit eine große Rolle. Das gehört zu unserer „JoHof“-Identität. Dieses gute Gefühl geben wir letztlich über unsere Dienstleistung und natürlich über unsere Produkte weiter. Am Ende bewerten die Gäste das selbst – und wenn das passt, ist das die überzeugendste Strategie. DiQ: Was unterscheidet den Berzelhof vom Johanneshof? Gibt es eigene Akzente oder Ideen? HS: Aufgrund der eher engen Platzverhältnisse und weil wir keine klassische Küche haben, mussten wir uns natürlich einschränken. Die Idee eines Cafés, das mit Produkten aus unserer hofeigenen Konditorei bestückt wird, hat sich daraus fast von selbst ergeben. Ganz eigene Ansätze, die sich stark vom „Mutterhaus“ unterscheiden, verfolgen wir aber nicht bewusst. DiQ: Wie nimmst du die Entwicklung rund um Speyer aktuell wahr – gerade im Hinblick auf Gastronomie und Ausgehen? HS: Die Gastronomie befindet sich unübersehbar in einem strukturellen Wandel. Die Gäste gehen heute anders aus als noch vor sieben Jahren, also vor der Pandemie. Gleichzeitig macht uns die Preisentwicklung in vielen Bereichen zu schaffen, weil Gäste nur bedingt bereit sind, notwendige Preisanpassungen mitzugehen. Das ist ein sehr sensibles Thema, auch weil oft eine Vergleichbarkeit hergestellt wird, die so eigentlich nicht stimmt. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen und Aspekte wie Qualität oder Aufwand geraten schnell in den Hintergrund. Trotzdem sehen wir gerade in Speyer auch die Chance, mit genau diesen Punkten zu überzeugen. DiQ: Wenn du den Berzelhof in einem Satz beschreiben müsstest – was erwartet die Gäste? HS: Unterm Speyerer Dom, an einem charmant historischen Gebäude, in der Sonne sitzend, einen hervorragenden Kuchen oder ein Glas Wein genießen – und dabei von weltoffenen und herzlichen Menschen umsorgt werden. Berzelhof Speyer, Tränkgasse 1a, Speyer, Öffnungszeiten Café: Mi-Sa 10-22 Uhr, Sonn- und Feiertag 10-20 Uhr, Berzelladen: Mi-So 10-19 Uhr, www.johanneshof.de/berzelhof BLUES SESSION ELVILLE BLUES BAND UND GÄSTE 26.06.2026 | 20:00 BAFOLK TANZVERANSTALTUNG 26.06.2026 | 20:00 COMEDY SLAM 25.06.2026 | 19:30 JAZZ LIGHTS JAM SESSION MIT CHARLIE REES 11.06.2026 | 20:00 www.dashaus-lu.de

RkJQdWJsaXNoZXIy OTA4MjA=