68 TANZ! in der Kunsthalle Wie lässt sich eine dynamische Bewegungskunst in fixen Bildern oder Formen ausdrücken? Künstlerinnen und Künstler loten die Möglichkeiten aus, besonders seit dem späten 19. Jahrhundert wird der tanzende Körper zum Ausgangspunkt unmittelbarer künstlerischer Schöpfung. Zugleich werden auf der Bühne Vorstellungen von Körperidealen, Identität und Geschlecht sichtbar und zur Diskussion gestellt. Die Ausstellung „TANZ!“ in der Kunsthalle Mannheim, kuratiert von Johan Holten und Julia Katharina Thiemann, beleuchtet die vielschichtige und wechselseitige Beziehung zwischen Tanz und Bildender Kunst über einen Zeitraum von mehr als 125 Jahren. Ausgehend von Edgar Degas’ Tänzerinnen spannt sich der Bogen von der internationalen Avantgarde bis in die Gegenwart mit live aufgeführten Performances. Werke von Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Schlemmer und Georg Kolbe treten in einen Dialog mit Künstlerinnen wie Lavinia Schulz, Marie Laurencin und Alexandra Exter. Zeitgenössische Auftragsarbeiten von Tino Sehgal und Isaac Chong Wai, die eigens für die Ausstellung entstehen, eröffnen neue Perspektiven und schlagen eine Brücke zur Gegenwart. 13.11.-07.03., Kunsthalle, Mannheim Xhixha – Reflections in Mannheim Technische Präzision, poetische Leichtigkeit und die Verwandlung von Licht, Landschaft und Architektur in lebendige Reflexionsräume: Ab Mitte November präsentieren die Reiss-Engelhorn-Museen Werke des international renommierten Bildhauers Helidon Xhixha. Der 1970 in Albanien geborene Künstler schafft mit seinen monumentalen Skulpturen ein dynamisches Spiel aus Wahrnehmung, Licht und Emotion. Xhixhas Werke entstehen aus poliertem, sich spiegelndem Edelstahl, dessen Oberflächen die Umgebung aufnehmen, verzerren und in immer neuen Perspektiven zurückwerfen. Auf diese Weise werden Betrachter, Raum und Natur Teil des Kunstwerks. Mit großem Geschick formt er das Licht und lenkt es, sodass sich – je nach Standpunkt und Lichteinfall – ein fortwährendes Spiel aus changierenden Reflexionen entfaltet. Das Licht selbst wird zum aktiven Element seiner Skulpturen. Helidon Xhixhas Arbeiten sind weltweit im öffentlichen Raum, in Museen und privaten Sammlungen vertreten. Besonders bekannt ist seine groß angelegte Installation „Iceberg“, die 2016 während der Biennale in Venedig ausgestellt wurde und sich mit Themen wie Umwelt, Klimawandel und der Fragilität der Natur auseinandersetzt.15.11.-07.03., C4 12, Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim AUSSTELLUNG/KUNST
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