Delta im Quadrat Nr. 98

56 Theaterhaus G7: Stück für Stück Zum fünften Mal präsentiert das Theaterhaus G7 bei „Stück für Stück“ Theater ohne Sicherheitsnetz: Sechs Teams haben sechs Tage Zeit, um sechs aktuelle Stücke auf die Bühne zu bringen. Für das Publikum mündet das Ganze in einem Wochenende, das das Theater als lustvolles Wagnis feiert. Hier steht die Spielfreude im Vordergrund, nicht die lange Vorbereitung und Probenarbeit – und das spürt man! Sechs neue Stücke heißt auch: sechs Zugänge zur Realität, in der wir leben. Nach jeder Vorstellung gibt es Gespräche mit jenen Menschen, die spürbar machen, wie aus Zeitgenossenschaft ein Kunstwerk wird. Auf dem Programm stehen dieses Jahr Stücke aus Spanien, Belgien, Italien und Deutschland, die sich mit Klassismus und dem „male gaze“, einem nicht aufgeklärten Femizid, Fotografie und den Tücken der digitalen Kommunikation beschäftigen. Für das leibliche Wohl ist dabei gesorgt. Wer mag, kann also das ganze Wochenende am Theaterhaus G7 verbringen! Fr, 13.11., 20 Uhr, Sa, 14.11. und So, 15.11. ab 15 Uhr, Theaterhaus G7, Mannheim, www.theaterhausg7.de Heidelberger Kamingeschichten Die Heidelberger „Kamingeschichten“ feiern in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: Bereits zum fünften Mal geht das unterhaltsame Potpourri über die Bühne. Geboten wird ein bisschen Theater, ein bisschen Lesung, Musik, Lyrik und Mundart, vor allem aber beste Unterhaltung! Denn das Erfolgsrezept liegt in der Mischung, der Abwechslung und der Vielseitigkeit. Für ordentlich Schwung sorgt in diesem Jahr unter anderem NoName: Acht Frauen bringen als munter schwätzende ältere Damen selbstgeschriebene Texte zu bekannten Melodien auf die Bühne. Musikalisch treffen ArcCantus und das ce:bra:duo mit Cello und Bratsche aufeinander und bewegen sich zwischen Folk, Jazz, Musical, Rock und Pop. Dazu gibt es regionale Geschichten und Mundart aus dem Heimatkalender „Unser Land 2027“ sowie kleine Theaterszenen – diesmal unter anderem rund um den Heidelberger Bahnhof und den legendären Dienstmann Muck. Fr, 13.11., 19.30 Uhr, Bürgerhaus, Heidelberg-Bahnstadt, Eintritt frei tanzmainz – Fall Seven Times Elf Personen, eine Bühne und die immerwährend wirkende Erdanziehungskraft, das sind die Grundzutaten für diesen Tanzabend. In „Fall Seven Times“ von Guy Nader und Maria Campos spielt die Schwerkraft stets mit. Schlicht ist die Ausstattung, faszinierend die Umsetzung: Bei dieser Produktion von „tanzmainz“, dem zeitgenössischen Tanzensemble des Staatstheaters Mainz, rückt eine dynamische Choreografie das Fallen in den Fokus, aber auch das Fliegen und das Getragenwerden. Aikido-Rolle, Vertrauensübung, Schleuderwurf. Kippen, taumeln, fallen. Stets neue Konstellationen, ein anhaltender Bewegungsfluss innerhalb der Grenzen der Gravitation. Und immer einmal mehr wieder aufstehen als fallen! Denn liegenzubleiben kommt dem Stillstand gleich, Tanz aber bedeutet: lebendige Beweglichkeit, bewegliche Lebendigkeit! Fr, 13.11., 19.30 Uhr, auch: 14.11., 23.11., 24.11., Staatstheater Mainz

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