AUSTELLUNG/KUNST Ikonen der Mode – Fotografien von Regina Relang Mode drückt nicht nur den persönlichen Geschmack derer aus, die sie tragen. Mode ist immer auch ein Spiegel der Zeit. Mal zeigt sie den Zeitgeist, mal blickt sie visionär in die Zukunft. Und wir blicken heute auf die Moden der Vergangenheit zurück! Möglich macht das eine Ausstellung im Kurpfälzischen Museum Heidelberg: Fotografien von Regina Relang zeigen hier „Ikonen der Moderne“. Die 1909 in Stuttgart geborene Relang besaß ein außergewöhnliches Gespür für die elegante Welt und stieg in der Nachkriegszeit zur erfolgreichsten Modefotografin Deutschlands auf. Mit ihrer Kamera richtete sie den Blick auf die Haute Couture in Paris, Florenz und Rom und fotografierte Kollektionen bekannter Modemacher wie Christian Dior, Pierre Cardin und Yves Saint Laurent. Die Ausstellung in Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum präsentiert rund achtzig Aufnahmen von Regina Relang, die einen Bogen von den 1930er Jahren bis in die späten 1970er Jahre spannen. Die Fotografien entfalten ihren Charme überwiegend in originalen Schwarzweiß-Abzügen. Großformatige Reproduktionen, edle Accessoires und beispielhafte Kleidungsstücke aus der Textilsammlung Max Berk runden den modischen Streifzug durch die Jahrzehnte stilvoll ab. bis 19.07., Kurpfälzisches Museum, Heidelberg WHM: Politik am Küchentisch Wie ernähren wir uns gegenwärtig, wie wollen wir zukünftig essen und leben und welche Auswirkungen wird dies haben? Die neue, internationale Gruppenausstellung „Politik am Küchentisch“ im Wilhelm-Hack-Museum nimmt individuelle wie gesellschaftliche – und somit auch politische – Aspekte der Ernährung mit ihren ökologischen, ökonomischen und sozialen Verflechtungen anhand zeitgenössischer künstlerischer Arbeiten in den Blick. Denn das, was wir essen, formt ganz unmittelbar uns selbst und wirkt mehr oder minder direkt auch auf die Umwelt, aus der die Nahrung schließlich stammt. Auch kulturelle Prägungen, Traditionen und Mechanismen spielen eine Rolle, und nicht zuletzt steht der Küchentisch auch sinnbildlich für einen Ort des Austauschs, des Gesprächs und im besten Falle auch des Genusses. All diese Facetten greifen die ausgestellten Arbeiten auf. Avocados sind bei uns Trend-Food und in Chile wasserhungrige Pflanzen – Patricia Domínguez greift diese Diskrepanz in „La balada de las sirenas secas“ auf. In der Ukraine wird das Wort „Palianytsia“, eine Art von Brot, als sprachliche Eintrittskarte zweckentfremdet – russische Zungen können es nur selten korrekt aussprechen. Bei der ukrainischen Künstlerin Zhanna Kadyrova liegen Brotlaibe auf einem Tisch, doch sie bestehen aus Steinen. Und das „Center for Genomic Gastronomy“ wirft mit „Terroir That Travels“ einen Blick auf geschützte Lokalprodukte: In Zeiten des Klimawandels geraten auch Agrarlandschaften in Bewegung… 23.05.-04.10., Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen 70
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