AUSTELLUNG/KUNST 68 rem: Der Leica Oskar Barnack Award Der Leica Oskar Barnack Award (LOBA) zählt zu den international renommiertesten Auszeichnungen im Bereich der Fotografie, und nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr setzen ZEPHYR – Raum für Fotografie und die Leica Camera AG ihre Kooperation fort. Die Schau „Zu Gast: Der Leica Oskar Barnack Award in den Reiss-Engelhorn-Museen“ präsentiert die beiden Gewinnerbeiträge des LOBA 2025 sowie ausgewählte Positionen aus der Shortlist. Rund 50 Arbeiten zeigen Themen und Tendenzen der zeitgenössischen Fotografie. Dabei ist der Wunsch, den Menschen hinter Statistiken und Schlagzeilen eine Stimme zu geben, ein wesentlicher Bestandteil der fotografischen Verantwortung. Die Bilder versammeln Fragmente der ganzen Welt: das mexikanische Grenzgebiet zu den USA, die Folgen des Krieges in der Demokratischen Republik Kongo, die wachsende Freiheit der queeren Community in China, die international nicht anerkannte Republik Transnistrien aus der Perspektive des jungen Fotografen Serghei Duve… Letzterer kommt zum Auftakt der Ausstellung auch persönlich nach Mannheim: Im Gespräch mit ZEPHYR-Leiterin Stephanie Herrmann gewährt er spannende Einblicke in seine Arbeit (Di, 14.04., 18 Uhr, C4,12). 14.04.-14.06., rem-Stiftungsmuseen C4,12, Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim 26Grad: Graduiertenausstellung der HfG Karlsruhe Die diesjährige Graduiertenausstellung der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe trägt den Titel „26Grad“ und widmet sich – wie die Abschlussausstellungen der vergangenen Jahre – dem Moment des Übergangs vom gemeinsamen Studium in einen neuen Lebensabschnitt. Rund 20 Personen zeigen ihre Diplomprojekte aus den Fachbereichen Kommunikationsdesign, Produktdesign, Medienkunst, Szenografie und Ausstellungsdesign sowie Kunstwissenschaft und Medienphilosophie. Zu Gast sind sie dafür beim „großen Nachbar“, dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, denn Zusammenarbeit im kreativen Bereich wird großgeschrieben: Interdisziplinärer Austausch ist für die HfG zentral! Das Symbol der Ausstellung ist das Steintürmchen: Es dient als Orientierung, wenn Wege unübersichtlich werden, und es symbolisiert zugleich den kreativen Akt des Gestaltens. Erst gemeinsam entstehen Strukturen, die mehr sind als die Summe ihrer einzelnen Teile! Die Vernissage wird von einer Party in der HfG begleitet, und sowohl hier als auch bei der Finissage besteht Gelegenheit, mit den Absolventinnen und Absolventen ins Gespräch zu kommen. Vernissage: Do, 16.04., 18 Uhr, bis 26.04., ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe Kunstmuseum Stuttgart: Das kalte Herz Ziemlich genau 200 Jahre alt ist Wilhelm Hauffs Märchen „Das kalte Herz“, und es spielt ganz klar in einer vergangenen Zeit. Ein armer Köhler ist der Protagonist – ein längst ausgestorbener Beruf. Auch Flößer, Glasbläser und andere einst im Schwarzwald übliche Professionen findet man heute längst nicht mehr in ihrer damaligen Form. Doch gefühllose Menschen mit „einem Herz aus Stein“ und Prioritäten auf materiellem Reichtum, die gibt es weiterhin, und somit ist auch das Grundmotiv des Märchens stets aktuell. Anhand von Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler – darunter zwei Neuproduktionen, die sich explizit mit dem Text beschäftigen – präsentiert eine Ausstellung in Stuttgart nun eine aktualisierte Lesart der im Märchen angelegten Leitmotive Identität, Gewalt und Heilung, Affekt sowie ökologische Ausbeutung vor dem Hintergrund des aktuellen Zeitgeschehens. Sie umfasst Werke u.a. von Kader Attia, Jenny Holzer, Jesper Just, Gabriela Oberkofler, Ricarda Roggan, Pol Taburet, Rosemarie Trockel sowie Nora Turato und ist im Kunstgebäude am Schlossplatz zu sehen, da das Kunstmuseum Stuttgart ab Mitte April wegen Sanierungsarbeiten für längere Zeit geschlossen bleibt und auf andere Räumlichkeiten ausweichen muss. 18.04.-04.10., im Kunstgebäude, Schlossplatz 2, Stuttgart
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