AUSTELLUNG/KUNST 66 KI und Kunst im Großformat Mit „THE SCREEN” eröffnet das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe ein neues Format im Lichthof 8: Über sechs Wochen hinweg werden auf einer großformatigen LED-Wand drei künstlerische Positionen präsentiert, die sich auf unterschiedliche Weise mit Künstlicher Intelligenz auseinandersetzen. Besucherinnen und Besucher können in visuelle Datenströme eintauchen, KI beim Schreiben von Gedichten erleben oder verfolgen, wie autonome KI-Agenten in Echtzeit ein Kunstwerk hervorbringen. „THE SCREEN” versteht sich nicht nur als Präsentationsfläche für Medienkunst, sondern als Ort, an dem wir Zeit verbringen können – mit Kunst und mit anderen. Sitzgelegenheiten und eine Bar verwandeln den Raum zugleich in einen offenen Ort zum Verweilen, Beobachten und Austauschen. Teil zwei und drei sind im April zu sehen: Ab Ende März bis 10. April zeigt die kalmykisch-amerikanische Dichterin und KI-Forscherin Sasha Stiles „Die Verwandtschaft von Poesie und KI“, und vom 11.-26. April stehen die AI Agents von „Agent Provocateur“ im Mittelpunkt, die im Auftrag des Publikums Ausgaben ausführen können. Der kreative Prozess bleibt sichtbar, das Werk entwickelt sich stets weiter und reagiert auf die Anwesenheit der betrachtenden Menschen. bis So, 26.04., ZKM, Karlsruhe Alexander Tillegreen – Stücke für Werke Alexander Brix Tillegreen, geb. 1991 im dänischen Taarbæk, lebt und arbeitet in Kopenhagen und Berlin. Als Künstler und Komponist verbindet er zwei Disziplinen, die sich im Alltag gar nicht so oft überschneiden. Für die Schau „Stücke für Werke“ entstanden ortssensitive Klanginstallationen und musikalische Werke, die als autonome künstlerische Arbeiten konzipiert sind und dennoch in Bezug stehen zu ausgewählten Kunstwerken der Kunsthalle. Die Installationen sind über verschiedene Räume im Museum verteilt und befinden sich jeweils in der Nähe der ausgestellten Werke von Auguste Rodin über Francis Bacon und Edvard Munch bis zu Isa Genzken und Louise Nevelson. Anstatt die Kunstwerke zu illustrieren, entfalten sich die Klangwerke als zeitlich parallele Situationen und verändern auf subtile Weise Zeit, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung innerhalb des Museums. Eröffnet wird die Ausstellung am 01.04. mit einem Konzert des international renommierten Berliner ensemble mosaik, mit dem der Künstler und Komponist eng zusammengearbeitet hat. Eröffnung mit Konzert: 01.04., 19 Uhr, bis 10.01.2027, Kunsthalle Mannheim Franz Schömbs Die Filmarbeiten des Mannheimer Künstlers und Filmemachers Franz Schömbs (1909-1976) sind heute ein wichtiges Bindeglied zwischen den abstrakten Filmen aus der Weimarer Republik und dem experimentellen deutschen Kurzfilm, der sich Ende der 1960er neu entwickelt. Schömbs gehört in den 1950er-Jahren zu den wenigen Künstlern, die abstrakte Filme produzieren. Im Film sieht er eine neue Möglichkeit der Malerei. Zu seinem 50. Todestag werden Schömbs’ Filme neben exemplarischen Werken im Mannheimer Port 25 – Raum für Gegenwartskunst präsentiert. In der begleitenden Vortragsreihe geht es um den Künstler und sein Werk (16.04., Silvia Köhler, Künstlernachlässe Mannheim), seine Filme im Kontext des deutschen Experimentalfilms (30.04., Thomas Worschech, DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum) sowie im kunsthistorischen Kontext (28.05., Prof. Dr. Henry Keazor, Institut für Europäische Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg) und um die Herausforderungen bei der Restaurierung und Digitalisierung der Filme (07.05., Lou Burkart, Eye Filmmuseum). Alle Vorträge werden live auf dem YouTube-Kanal der Künstlernachlässe Mannheim gestreamt. Eröffnung: Fr, 10.04., 19 Uhr, bis 14.06., Port25, Mannheim, www.port25-mannheim.de und www.kuenstlernachlaesse-mannheim.de
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