Romeo & Julia Today Gewiss hat Shakespeare sich damals nicht vorstellen können, dass sein Spiel über zwei unglücklich Liebende auch Hunderte von Jahren nach der ersten Aufführung im Londoner Globe Theatre weiterhin auf den Bühnen der ganzen Welt gespielt werden würde. Und in welchen neuen Interpretationen! Nicht nur als Schauspiel, Oper und Ballett, sondern auch umgesetzt mit den künstlerischen Mitteln des modernen Tanzes! Das „Odyssey Dance Theater“ versetzt die Geschichte in die USA, auf die Straßen einer Stadt, in der zwei verfeindete Straßenbanden um die Vormacht ringen. Tragisch muss es enden, wenn sich ein Mädel der einen Gang und ein Junge der anderen Gang ineinander verlieben… Mit einem Tanzvokabular von Hip-Hop über lateinamerikanischen Tanz bis hin zur Klassik spielt Odysseys Version von „Romeo und Julia“ auch stilistisch in der Gegenwart: eine choreografische Umsetzung eines klassischen Stoffes auf packende Weise! Di, 24.03., 20 Uhr, Das Wormser, Worms 5. Mannheimer Schlosskonzert Das 5. Mannheimer Schlosskonzert feiert musikalische Nachbarschaft im besten Sinne: Mit Yaara Attias (Sopran) und Shachar Lavi (Mezzosopran) stehen zwei herausragende Stimmen des Nationaltheaters Mannheim im Mittelpunkt des Abends. Gemeinsam mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester, das seinen Stammsitz ebenfalls hier hat, interpretieren sie mit Giovanni Battista Pergolesis „Stabat Mater“ ein Werk von zeitloser emotionaler Wucht. Die Vertonung des mittelalterlichen Textes über den Schmerz der Gottesmutter Maria hat über die Jahrhunderte nichts an ihrer Strahlkraft verloren. Dass Pergolesi ursprünglich Opernkomponist an der Schwelle vom Barock zur Klassik war, merkt man jeder Note an! Vervollständigt wird das Programm durch Franz Schuberts Streichquartett Nr. 13 a-Moll op. 29 D 804, das den Beinamen „Rosamunde“ trägt. Es ist das einzige Streichquartett Schuberts, das zu seinen Lebzeiten aufgeführt wurde, und verbindet lyrische Innigkeit mit kammermusikalischer Tiefe. (Foto Yaara Attias © Amit Naim, Foto Shachar Lavi © Stefan Randlkofer) Sa, 28.03., 19 Uhr, So, 29.03., 18 Uhr, Rittersaal, Schloss Mannheim Kain und Abel am Staatstheater Darmstadt 1914 wurde die Oper „Kain und Abel“ in Darmstadt mit großem Erfolg uraufgeführt – als Antrittsvorstellung von Felix Weingartner als Generalmusikdirektor. Das Stück wurde bald von der Wiener Staatsoper, vom Deutschen Theater in Prag und anderen bedeutenden Bühnen übernommen. Konkrete Aufführungspläne entstanden zudem für die großen musikalischen Zentren Europas und Amerikas, darunter Boston, Brüssel und Paris. Doch mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs kamen alle Pläne abrupt zum Erliegen, geplante Aufführungen wurden abgesagt, internationale Engagements aufgelöst, „Kain und Abel“ verschwand vollständig von den Bühnen. Mehr als ein Jahrhundert lang galt die Oper als verloren. Nun kehrt sie erstmals wieder auf die Bühne zurück: eine sensationelle Wiederentdeckung eines Werkes, das einst für die großen internationalen Opernhäuser bestimmt war. Gezeigt wird die Oper als Doppelabend mit Lili Boulangers Psalm 130 – „De profundis“. (Foto © Q Designagentur Wiesbaden) Premiere: Sa, 28.03., 19.30 Uhr, Staatstheater, Darmstadt 66
RkJQdWJsaXNoZXIy OTA4MjA=