62 Karlsruhe: Martha Argerich @ 6. Meisterkonzert Zwei Generationen, zwei Klaviere, vier Hände: Wenn sich die Klavierlegende Martha Argerich und ihre Meisterschülerin Shin-Heae Kang zusammentun, dann entfalten sich Klangräume über zweimal 88 Tasten! Zunächst wirkte Martha Argerich als Mentorin für die rund 45 Jahre jüngere Schülerin, doch mittlerweile verbindet die beiden eine anhaltende Freundschaft, und auch musikalisch ergänzen sie sich aufs Vortrefflichste! So liegt es nahe, dass die beiden Pianistinnen sich gemeinsam dem vierhändigen Spiel hingeben und in einem Konzertabend Werke spielen, die nicht nur Musikprofis, sondern auch das Publikum beständig zu begeistern wissen. Beim 6. Karlsruher Meisterkonzert erklingen Werke, die Argerich seit Jahrzehnten begleiten und mit denen sie unzählige Erinnerungen verbindet: Von der geistreichen MozartSonate KV 381 über das impressionistisch schillernde „Ma mère l’oye“ von Ravel bis hin zur „Nussknacker-Suite“ von Tschaikowsky wird ein weiter musikalischer Bogen gespannt. Sa, 07.03., 19.30 Uhr, Konzerthaus, Karlsruhe Grupo Corpo Die Heimat von Grupo Corpo ist die Millionenstadt Belo Horizonte, die Hauptstadt des Bundesstaates Minas Gerais in Brasilien. Hier fanden sich 1975 sechs Geschwister mit einigen Freunden zusammen und gründeten die Grupo Corpo, deren Name auch heute noch Anspruch und Programm der Compagnie ist: mit Gleichgesinnten einen „Gesamtkörper“ zu bilden, dessen Charakteristikum die „runde Bewegung“ wurde. Der unverwechselbare Stil ist vor allem auf die enge Zusammenarbeit der Brüder Paulo und Rodrigo Pederneiras zurückzuführen. Schon ihre ersten Choreografien erregten Aufsehen und wurden in Paris als Sensation gefeiert. Fast über Nacht wurde die Grupo Corpo zur ersten brasilianischen Compagnie, die sich an die Weltspitze tanzte und dort bis heute geblieben ist: Seit mehr als 20 Jahren tourt sie regelmäßig durch Europa und Amerika. In Ludwigshafen wird eine neue Choreografie vom Sommer 2025 gezeigt sowie das Stück „21“ aus dem Jahr 1992, das einen Wendepunkt in der Entwicklung von Grupo Corpo markiert – Vergangenheit und Gegenwart an einem Abend! Fr, 13.03., 19.30 Uhr, Samstag, 14.03., 19.30 Uhr, Theater im Pfalzbau, Ludwigshafen Heidelberger Frühling 2026 „Zurück nach vorn“, das ist kein Slogan von der Landtagswahl, sondern das diesjährige Leitmotiv des Musikfestivals „Heidelberger Frühling“. Jenes bringt Bekanntes und Neues wieder zusammen – und vor allem feiert es die Rückkehr ins Konzerthaus Stadthalle Heidelberg nach fast sieben Jahren Sanierung. Intendant Thorsten Schmidt und Co-Künstlerischer Leiter Igor Levit haben wieder viele Gäste nach Heidelberg geladen, die mit ihren Instrumenten die Welt der Klassik erkunden: Zwischen dem 14. März und dem 19. April stehen deutlich über hundert Veranstaltungen auf dem Programm, davon 74 im Konzerthaus. Da können wir nur einige Höhepunkte herauspicken, und ganz vorne steht hier natürlich das Eröffnungswochenende mit Pianist und Dirigent Fabian Müller, seinem Orchester „The Trinity Sinfonia“ und Igor Levit als Solist – anschließend kann das Publikum den ganzen Sonntag lang unter dem Titel „Offenes Konzerthaus“ alle Säle des sanierten Gebäudes (wieder)entdecken. Spannend wird sicherlich auch eine dreitägige Residenz des schwedischen Kammerorchesters O/Modernt mit Leiter Hugo Ticciati oder der USA-Tag anlässlich des 250-jährigen Jubiläums der Unabhängigkeitserklärung, und mit den „re:start-Konzerten“ wird die Klassik erneut bei freiem Eintritt in die Heidelberger Stadtteile getragen – niedrigschwellig und Lust machend auf mehr! (Kian Soltani © Marco Borggreve) 14.03.-19.04., verschiedene Spielorte in Heidelberg, alle Infos und Termine: www.heidelberger-fruehling.de
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