Delta im Quadrat Nr. 90

Nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Gesundheit, auch „Mental Health“ genannt, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde sind in Deutschland rund 18 Millionen Menschen über 18 Jahren von einer psychischen Krankheit betroffen. Psychische Erkrankungen können sich in Form von Angstzuständen im Alltag, Depressionen oder auch durch eine im Kindesalter beginnende Störung wie die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zeigen. Dies sind nur einige Formen, die sich negativ auf die allgemeine mentale Gesundheit auswirken. Leider sind sich viele Betroffene nicht bewusst, dass sie unter einer mentalen Erkrankung leiden. Laut Statistik suchen nur 18,9 Prozent der Betroffenen professionelle Hilfe. Doch was hat das alles mit Sport zu tun? Sehr viel 40 Wie „Mental Health“ und Sport zusammenwirken sogar! Denn Gesundheit wird als „positiver physischer, sozialer und mentaler Zustand“ definiert. Studien haben bewiesen, dass sich regelmäßiger Sport positiv auf unsere mentale Gesundheit auswirkt. Bei Aktivität werden nämlich Stresshormone reduziert, Glückshormone ausgeschüttet und die Gehirnfunktion angeregt. All das reduziert Angst, negative Gedanken und depressive Verstimmungen. Außerdem wird das Selbstbewusstsein gestärkt und die Konzentration steigt. So lässt sich zumindest bei den ersten Anzeichen einer Depression mit Sport entgegenwirken. Im Sportbereich gibt es daher nicht ohne Grund sogar „Mental Coaches“, die sich um die mentale Gesundheit von Einzelpersonen oder ganzen Sportteams kümmern. Sie helfen dabei, sich selbst zu reflektieren, unterstützen mit bestimmten Techniken oder steigern das Selbstvertrauen.

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