Delta im Quadrat Nr. 38
Ox & Esel – eine andere Weihnachtsgeschichte Winter, ein Stall, zwei Tiere – Ox und Esel. Draußen ist es kalt, doch drinnen eigentlich ganz gemütlich, zumindest, solange man genug zu fressen hat. Doch plötzlich liegt ein kleines Menschlein in der Futterkrippe, mitten im Essen! Was nun? Vorsichtig nähern sich Ox und Esel dem kleinen Wesen und beschnü eln es erst einmal. Fremd ist es den beiden, wie es da vor ihnen liegt und schreit. Und sie haben Hunger! Ox und Esel geraten ins Streiten: Wer soll sich jetzt um diesen kleinen Menschen kümmern? Und wo sind eigentlich die richtigen Eltern, dieser Josef und diese Mechthild – oder so? Als dann noch Soldaten um den Stall schleichen und den kleinen „Matthias“ suchen, ist das Chaos perfekt. Doch Ox und Esel verteidigen das zarte „Kindlein“, schlagen die Soldaten in die Flucht und übernehmen die Elternscha , bis diewahrenElternvomWeihnachtseinkauf zurück sind. Diese außergewöhnliche Fassung der Weihnachtsgeschichte von Norbert Ebel ist vor 22 Jahren zum ersten Mal aufgeführt worden und kann auch heute noch begeistern – und zwar die ganze Familie, angefangen von den Vorschulkindern ab fünf. Temporeich, komödiantisch und unglaublich ehrlich nähert sich das Stück verschiedenen Fragestellungen zu Familienkonstruktionen, Geschlechterrollen und den Traditionen unserer Gesellscha , und die Weihnachtsbotscha funkelt zwischendurch natürlich auch auf! Wer übrigens noch mehr übrig hat für sprechende Tiere und lehrreiche Fabelwesen, merke sich auch die „zweisprachige Geschichtenzeit“ in der Heidelberger Stadtbücherei vor: Am Fr, 20.11., dem Bundesweiten Vorlesetag, tragen Ensemblemitglieder des Jungen eaters ab 16 Uhr weltberühmte Fabeln vor – auf Deutsch und Schweizerdeutsch! (Anmeldung: stadtbuecherei.information@heidelberg.de) Premiere: 26.11., 10 Uhr, eater Heidelberg, weitere Termine im Kalender und online 38 Kinderkonzert: „Der kleine Prinz“ Einig ist man sich ja nicht, an wen sich die Geschichte vom kleinen Prinzen richtet: an Kinder, weil die Haupt gur ja selbst ein kindliches Gemüt hat? An Erwachsene, weil manche Gedankentiefe von Kindern vermeintlich noch gar nicht erfasst werden kann? Für ein Kinderbuch zu erwachsen, für ein Erwachsenenbuch zu kindlich, so urteilen manche Kritiker. Und was bleibt übrig? „Der kleine Prinz“ ist für alle, die sich ein wenig Kindlichkeit bewahrt haben! Denn schließlich schrieb Antoine de Saint-Exupéry ja selbst: „Alle großen Leute sind einmal Kinder gewesen (aber wenige erinnern sich daran).“ Und gemessen an dem immensen Erfolg des Buchs gibt es von diesen Menschen viele! Einige davon können die anrührende Erzählung nun in einer Konzertversion für Kinder ab fünf erleben, gescha en vom Heidelberger KomponistenMartin Bärenz und umgesetzt von einemTriomit Quer öte, Cello und Klavier. Den Part des Erzählers übernimmt der aus dem Tigerentenclub bekannte Malte Arkona. Tickets gibt’s ausschließlich online über den Webshop des BASF-Kulturprogramms 4 //
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