Delta im Quadrat Nr. 38

31 Delta im Quadrat, Tim Fischer: Frau Cordier, würden Sie sich bitte kurz unseren Lesern vorstellen? Claudia Cordier: Namasté. Mein Name ist Claudia Cordier. Ich habe aber auch einen spirituellen Yoga-Namen: Surya Devi, die Sonnengöttin. Den spirituellen Namen kann man auf Wunsch von seinem Yogalehrer/-meister in verschiedenen Yogatraditionen erhalten – normalerweise zum Abschluss der Ausbildung. Als erfahrene, seit 20 Jahren praktizierende Yogalehrerin mit Ausbildungen im Klassischen Yoga und in der Sivananda-Tradition sowie in Vinyasa Yoga, Hormon Yoga, Yin Yoga, der Meridianlehre und weiteren Stilen führe ich meine Yogaschülerinnen und Schüler einfühlsam und kompetent durch unsere gemeinsamen Yogastunden. Seit acht Jahren bilde ich außerdem Yogalehrerinnen und -lehrer aus. Yoga ist meine Berufung! Ich bin sehr dankbar, dass Yoga und Meditation mich gefunden haben. Dieses Glück will ich in den Kursstunden und noch mehr während der Ausbildung an meine TeilnehmerInnen und YogaschülerInnen weitergeben, damit Yoga auch in ihr Leben einziehen kann. In der Unternehmensgruppe Pfitzenmeier bin ich seit 2006 als Kursleiterin tätig. DiQ: Wann sind Sie zum ersten Mal mit der Yogapraxis in Berührung gekommen und was fasziniert Sie daran? CC: Yoga ist mir vor ungefähr 23 Jahren zum ersten Mal in einem Sportstudio begegnet. Gleich in meiner ersten Stunde haben wir Kopfstand geübt. Sirsasana ist der „König der Asanas“. Ich war begeistert von der Stunde und habe dann immer wieder Yogastunden besucht. Meine regelmäßige Yogapraxis habe ich allerdings zunächst mit der Meditation begonnen. Ich war in Meditationsretreats und Ashrams, um verschiedenste Meditationstechniken zu erlenen und zu praktizieren, mehr Ruhe zu erleben, bei mir selbst anzukommen und natürlich, um den Weg zur Erleuchtung zu beginnen. Ungefähr ein Jahr später habe ich dann das Klassische Yoga (nach Patanjali) kennengelernt und begonnen, Yogakurse mehrmals pro Woche zu besuchen und auch zu Hause zu üben. Ich wollte unbedingt mehr erfahren und die wundervollen Erfahrungen, die ich gemacht hatte, an andere weitergeben. So meldete ich mich für eine Ausbildung an. Sie ging über zwei Jahre, in denen auch die persönliche Entwicklung und das Lernen der Yogaphilosophie viel Raum hatten. So bin ich nun seit 2004 Yogalehrerin. Besonders faszinierend am Yoga finde ich, dass jeder sich damit beschäftigen und das eigene Leben bereichern kann Dass es immer wieder Dinge zu entdecken gibt, von denen man Neues lernen kann. Und dass viele Asanas wie „alte Bekannte“ sind und trotzdem nie langweilig werden. DiQ: Welche Bedeutung hat Yoga für die mentale und körperliche Sphäre? CC: Yoga spricht Köper, Geist und Seele an. Die meisten Menschen denken zuerst immer an Bewegung, wenn sie von Yoga hören. Oder sie schmettern einmal schnell ein „Ooooommm“, ohne wirklich zu wissen, dass es sich hier um ein kraftvolles Mantra handelt, das bestimmte Wirkungen hat. Der ein oder andere weiß schon aus eigenen, guten Erfahrungen, dass der Körper durch das Praktizieren gedehnt, gekräftigt und zu allen Richtungen bewegt wird. Auch kann Yoga durch den Sonnengruß ein Herz-Kreislauf-Training sein. Außerdem trägt das Praktizieren von Yoga zur allgemeinen Gesunderhaltung des Körpers bei. In den meisten Fällen sind die Körperübungen, die Asanas, auch der Yoga-Einstieg. Zu den Asanas kommen in der Yogastunde dann noch Atemübungen, Entspannung, Konzentration und Meditation hinzu. Und Yoga wirkt! Die Forschung bestätigt es. Seit einiger Zeit werden die gesundheitlichen Wirkungen des Yoga wissenschaftlich untersucht. Es wurde z.B. festgestellt, dass Yoga positiv zur Gesundheit von Herz

RkJQdWJsaXNoZXIy OTA4MjA=