Delta im Quadrat Nr. 38

Delta im Quadrat, Tim Fischer: Herr Krüger, können Sie sich, Ihren Werdegang und Ihr Aufgabengebiet bei P tzenmeier kurz vorstellen? Harry Krüger: Nach meiner Ausbildung zum Betriebswirt (BA) 1981 habe ich als Operator und später als Systemadministrator für Laserdrucker die Zeiten und das Ende der Großrechenzentren – in diesem Fall bei Siemens – erlebt. Mit dem Aufbau eines Warenwirtschaftssystems und der damit verbundenen Einführung des Qualitätsmanagements in einem mittelständischen Unternehmen suchte ich eine neue Herausforderung in der damaligen IT-Metropole München und erhielt die Chance, in der Desktop-Sparte des debis Systemhauses als Leiter QM das Qualitäts- und Prozessmanagement bundesweit für alle Filialen aufzubauen. Nach über zehn Jahren Konzerntätigkeit wechselte ich dann 2007 zur Unternehmensgruppe Pfitzenmeier. Mit der Aufgabe, die IT, das Service-Center und operativ vier Studios zu leiten, konnte ich in den ersten Jahren wertvolle Erfahrungen an der Front und auch im Backoffice sammeln. Mit dem Beginn der Expansionsphase konzentrierte ich mich als CIO auf die Themenfelder Qualitäts-, Prozess- und Projektmanagement und damit auf die Anpassung und Neuentwicklung von Strukturen und Prozessen, welche die Grundlage des Wachstums bilden – beispielsweise der Wechsel der Betriebssoftware, der Aufbau eines CRM- und DMS-Systems, der Wechsel zum Bargeldlosen System und generell die Integration aller Anwendungen innerhalb des IT-Gerüstes des Unternehmens. DiQ: Was können Sie uns über die Entwicklungen im Bereich Digitalisierung im Hause Pfitzenmeier berichten? HK: Die Digitalisierung beschäftigt uns schon sehr lange, genauer: seitdem wir die Integration aller Anwendungen in einem Gesamtsystem betrachten und optimieren. Dabei spielen die Faktoren Ressourcen, Qualität und Wirtschaftlichkeit eine wesentliche Rolle. Ob belegloser Rechnungsprozess, bargeldloses Bezahlen, automatisiertes Emailing oder die digitale Bereitstellung von Trainings- und Gesundheitsdaten für unsere Mitglieder – es geht immer darum, dass unter strikter Einhaltung des Datenschutzes die Unmenge an Daten korrekt, on demand und so individuell wie möglich dort bereitgestellt werden, wo sie benötigt werden. Sei es bei den Mitarbeitern, im Management oder bei unseren Mitgliedern. Wir beschäftigen uns heute mehr denn je mit Schnittstellen, damit die speziellen Lösungen optimal bedient werden können. Dabei gilt es, das komplexe Datengebilde im Auge zu behalten, Redundanzen und unnötige (Lizenz-)Kosten zu vermeiden sowie immer Herr seiner Daten zu bleiben. DiQ: Welche Vorteile ergeben sich daraus für den Nutzer und für Sie als Studio? HK: Wir können einzelnen Fachbereichen wie Vertrieb, Marketing oder Trainingsbereich wertvolle Informationen zum Markt, zu Interessenten und zu den Mitgliedern liefern. Ebenso sind wir in der Lage, unseren Mitgliedern Informationen über unsere App bereitzustellen, die von der Diagnostik über den Trainingsplan und die dazugehörigen Übungen bis hin zum Chat mit Freunden gehen, natürlich aber auch den Vertrag und den Konsum umfassen. Das Zeigen von Kursformaten live und via Mediathek wurde in der Corona-Phase sehr gut 26 Im Interview: Die Digitalisierung bei Pfitzenmeier DIGITALISIERUNG SPEZIAL

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