Delta im Quadrat Nr. 38

labyrinthartige Webseite, ergänzt von Liveperformances via Zoom. Seinen Höhepunkt erfuhr das Digitale Nationaltheater aber de nitiv beim „Mannheimer Sommer“, der in diesem Jahr komplett digital stattfand. Das Team um den künstlerischen Leiter Jan Dvořák stellte ein Online-Programm aus Musiktheater, Video-Performance, Tanz, Konzert, Ausstellung und vielem mehr auf die Beine – mit zum Teil völlig neu und auf den Au ritt im Internet hin konzipierten Arbeiten. Beinahe alle Programmpunkte sind nach wie vor auf der Webseite des Nationaltheaters abru ar. Auch hat das Digitale gerade imMusiktheater inzwischen auch den Sprung auf die analoge Bühne gescha : Die Mannheimer Oper unter der Leitung von Intendant Albrecht Puhlmann hat unter der Bezeichnung „White-Wall-Oper“ ein Konzept entwickelt, bei dem großformatige und bildgewaltige Projektionen verschiedener visueller KünstlerInnen die titelgebende weiße Wand als zentrales Bühnenbildelement nutzen. Film, Videokunst, Zeichnungen, Animationen, Overhead-Projektionen und collagierte Bilder verwandeln die bewegliche Wand in Räume, Orte, Fantasien. Das Label „DNTM“ – und damit sind wir in der Gegenwart angelangt – soll weiterhin bestehen. Zum einen bietet die Rubrik auf der Webseite einen Raum für Dinge, die aktuell noch nicht wieder in der leibha igen Begegnung statt nden können, wie etwa Kurzeinführungen durch DramaturgInnen vor den Vorstellungen. Diese werden nun als Begleitmaterial in Audio- oder Videoform digital zur Verfügung gestellt. Doch auch originäre digitale Formate soll es geben, darunter einen neuen NTM-Podcast. Darin diskutieren Clara Günther und Maik Dessauer aus der Presseabteilung des Nationaltheaters mit ihren Gästen über Fragen des Zusammenlebens, unserer Gesellscha und der menschlichen Spontane App-Fahrt? Jetzt neu: Überarbeitetes Design, viele neue Funktionen! Aktuelle Fahrtzeiten jederzeit und überall mit der Start.Info-App . Bedürfnisse; jede Folge knüp an aktuelle Inszenierungen des Nationaltheaters an. „Die Gespräche sollen aber auch für Hörerinnen und Hörer interessant sein, die keines der Stücke gesehen haben“, kündigt Dessauer an. „Eigentlich sogar für Leute, die noch nie in ihrem Leben im eater waren“, ergänzt Clara Günther. Angepeilt ist ein Start vor Jahresende.

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